2009 – das Horrorjahr für Harley-Davidson

25. Januar 2010

Der US-Motorradhersteller Harley-Davidson konnte auch im vierten Quartal den Negativ-Trend nicht stoppen. Knapp 36.000 ausgelieferte Motorräder stellten mehr als eine Halbierung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Der Umsatz ging um rund 40 Prozent auf 764,5 Millionen US-Dollar zurück. Hatte Harley vor einem Jahr noch 91,9 Millionen Dollar verdient, steht jetzt ein Verlust von 147,2 Millionen US-Dollar zu Buche. Unternehmenschef Keith Wandell äußerte sich auch für das neue Jahr verhalten: „Wir glauben, dass auch 2010 ein herausforderndes Jahr wird.”

Die beiden Marken MV Agusta und Buell wurden bereits aufgegeben. Während für MV-Agusta – erst Mitte 2008 übernommen – noch ein Käufer gesucht wird, gehen bei der US-Marke Buell die Lichter aus. Die Maschinen der Italiener zählen zu den Klassikern in der Motorradgeschichte. Im dritten Quartal konnten allerdings nur insgesamt 1.850 Agusta- und Buell-Modelle abgesetzt werden. Ein Jahr zuvor waren es noch fast 2.800.

Ebenfalls für enorme Kosten sorgt der 2009 gestartete Umbau im Unternehmen. Harley rechnet bis 2012 mit 430 Millionen bis 460 Millionen US-Dollar, allein 195 Millionen davon im laufenden Jahr.

Im gesamten Konzern wurden bereits fast 3.000 Stellen gestrichen. Das Buell-Ende kostet weiteren 180 Mitarbeitern den Job. (auto-reporter.net/br)

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