2009: Elf Verkehrstote täglich, dennoch neuer Tiefstand

15. Juli 2010

2009 sind in Deutschland 4.152 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen; durchschnittlich elf Menschen täglich. Trotz des menschlichen Leids, das sich hinter diesen nüchternen Zahlen verbirgt, stehen diese Angaben auch für einen Rückgang tödlich Verunglückter um 325 Personen bzw. 7,3 Prozent. Mit diesem erneuten Tiefstand bei der Zahl der Verkehrstoten habe der Abwärtstrend seit 1991, dem Jahr mit den meisten Verkehrstoten nach der Wiedervereinigung Deutschlands, das 18. Jahr in Folge angehalten, meldet das Statistische Bundesamt (Destatis). Auch die Zahl der Verletzten ist 2009 erneut zurückgegangen (-2,9 % Schwerverletzte, -2,7 % Leichtverletzte).

Insgesamt hat die Polizei im vergangenen Jahr 2,31 Millionen Unfälle aufgenommen (+0,9 % gegenüber 2008). Gestiegen ist jedoch nur die Zahl von Unfällen mit ausschließlich Sachschaden um 1,5 Prozent auf 2,0 Millionen. Die Unfälle mit Personenschaden gingen dagegen auch 2009 zurück (-3,1 %).

Erfreulich ist, dass auch 2009 weniger Kinder unter 15 Jahren durch Straßenverkehrsunfälle ums Leben kamen, insgesamt waren es zwölf Kinder weniger als 2008. Trotzdem starben noch 90 Kinder in dieser Altergruppe.

Besonders deutlich wurde die positive Entwicklung in der Altersgruppe der 15- bis 17-Jährigen. Hier nahm die Zahl der getöteten Jugendlichen um fast ein Viertel (-24 %) auf 133 ab. Anders als im Jahr 2008 kamen wesentlich weniger Jugendliche auf einem Motorrad zu Tode (-19 Personen oder -45 %).

Das neunte Jahr in Folge registrierten die Statistiker einen Rückgang bei den Getöteten in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren, in der es besonders viele Fahranfänger gibt. 2009 wurden 796 junge Erwachsene im Straßenverkehr getötet (-10 %). Dennoch ist diese Altersgruppe nach wie vor die am meisten gefährdetste. 19 Prozent aller Getöteten und jeder fünfte Verletzte auf deutschen Straßen gehörte zu dieser Gruppe, obwohl ihr Bevölkerungsanteil nur bei 8,3 Prozent liegt

Zugenommen haben die tödlichen Unfälle bei den Männern und Frauen im Alter von 65 oder mehr Jahren (1.104/+3,6 %). Auch in Bezug auf ihre Bevölkerungszahl ist das Risiko der Senioren, im Straßenverkehr zu sterben, um 2,3 Prozent gestiegen.

Deutlich weniger Menschen als noch 2008 kamen im Hauptverkehrsmittel Pkw ums Leben (258/-11 %). Mehr tödlich Verunglückte wurden auf landwirtschaftlichen Zugmaschinen (7/+64 %) und Fahrrädern (6/+1,3 %) registriert.

Unterschieden nach Straßenkategorien waren die meisten Todesopfer im Straßenverkehr auf Landstraßen zu beklagen (59 % aller Getöteten). Vor diesem Hintergrund ist es umso erfreulicher, dass sich die Zahl der Verkehrstoten mit 9,9 Prozent am stärksten auf diesen Straßen im Jahr 2009 verringert hat. Auf den Autobahnen wurden 4,0 Prozent und auf Innerortsstraßen 2,9 Prozent weniger Getötete als im Vorjahr gezählt. (auto-reporter.net/sr)

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