3556 Kilometer für die Porsche 919 Hybrid beim Prolog in Paul Ricard

30. März 2014

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Das Porsche Team erlebte zwei intensive Testtage mit den neu entwickelten 919 Hybrid Le-Mans-Prototypen beim Prolog zur FIA Sportwagen-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Paul Ricard. Erstmals traf das Porsche Team dabei auf die Mitbewerber in der WEC und machte Bekanntschaft mit den Geschwindigkeitsunterschieden in den Fahrzeugklassen. Auf dem 5,791 Kilometer langen Kurs in Südfrankreich betrug die Differenz in den Rundenzeiten zwischen dem insgesamt schnellsten Prototypen (1.41,289 Minuten, Porsche 919 Hybrid, Brendon Hartley) und dem langsamsten GT-Fahrzeug rund 20 Sekunden. Erst am Anfang der zurückliegenden Woche hatte das Team bei drei privaten Testtagen auf derselben Strecke zum ersten Mal überhaupt beide Fahrzeuge gleichzeitig eingesetzt.

Die beiden Fahrer-Trios Romain Dumas/Neel Jani/Marc Lieb (Startnummer 14) und Timo Bernhard/Brendon Hartley/Mark Webber (Startnummer 20) legten Freitag und Samstag insgesamt 614 Runden (3556 Kilometer) zurück. Sie trainierten unzählige Fahrerwechsel und arbeiteten mit den Ingenieuren des Porsche Teams weiter an der Fahrzeugabstimmung.

Teamchef Andreas Seidl: „Wir haben bei dem seitens der WEC-Organisation hervorragend vorbereiteten Prolog unser geplantes Programm abarbeiten können. Nachdem wir uns beim privaten Test auf lange Distanzen konzentriert hatten und zwei Sechs-Stunden-Rennen simulieren konnten, haben wir jetzt auch unsere Qualifying-Performance getestet. Wir machen in allen Bereichen gute Fortschritte - Teamarbeit, Leistung und Standfestigkeit. Aber wir wissen auch, dass wir den Erfahrungsvorsprung der Konkurrenz nicht so schnell aufholen können, und bis zum Saisonauftakt in Silverstone am 20. April haben wir noch einige Hausaufgaben zu erledigen."

Abseits des Geschehens auf der Strecke wurde in Paul Ricard ein weiterer wichtiger Punkt geklärt: Der Porsche 919 Hybrid ist nun für die so genannte 6-Megajoule-Klasse homologiert. Diese Einstufung definiert, wie viel gespeicherte elektrische Energie pro Runde abgerufen und genutzt werden darf. Gleichzeitig bestimmt die Megajoule-Klasse, welche Kraftstoffmenge pro Runde verbraucht werden darf.

Alexander Hitzinger, Technischer Direktor LMP1: „Die Entscheidungsfindung für eine Megajoule-Klasse ist eine komplexe Kalkulation. Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen: Wir haben unsere Energierückgewinnungssysteme so groß und so schwer gemacht, wie es das Fahrzeugkonzept insgesamt erlaubt. Mit der damit rekuperierbaren Energiemenge sind wir in der 6-Megajoule-Klasse richtig." (dpp-AutoReporter)

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