50 Jahre VW-Werk Emden

4. April 2014

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG setzen vor 250 Gästen aus Unternehmen, Politik und Wirtschaft den Startschuss zur Jubiläumsreihe „50 Jahre Volkswagen Werk Emden". „Volkswagen und Emden gehören seit nun fünf Jahrzehnten untrennbar zusammen. Mit seinem Überseehafen ist Emden bereits seit 50 Jahren unser Tor in die Welt. Die Emder Mannschaft hat wesentlichen Anteil daran, dass der Volkswagen Passat zu einer weltweiten Erfolgsgeschichte geworden ist. Emden ist und bleibt unser Leitwerk für den Passat", sagt Winterkorn.

Um den Standort Emden zukunftsfähig aufzustellen, investiert Volkswagen bis 2018 eine Milliarde Euro. Für das ostfriesische Werk beginnt in wenigen Wochen mit dem neuen Volkswagen Passat auf Basis des Modularen Querbaukastens (MQB) eine neue Ära. Im Werk Emden läuft dann konzernweit das erste Fahrzeug auf der übergreifenden Passat-Plattform (MQB-B) an.

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil wies auf die große Bedeutung des Werkes für die Region hin: „Das Emder Volkswagen Werk ist als Motor der Region Ostfriesland mit Abstand der größte industrielle Arbeitgeber westlich von Bremen und nördlich des Ruhrgebietes. Die Investitionen in den Standort Emden von einer Milliarde Euro bis 2018 sind ein klares Zeichen an die Menschen, dass dieser Standort noch viele weitere erfolgreiche Jahre vor sich hat."

„Das Volkswagen Werk Emden hat einen festen Platz im Konzern. Es ist unser Leuchtturm im hohen Norden mit exzellenten Produkten in hervorragender Qualität. Dafür sorgen die Kolleginnen und Kollegen hier am Standort. Ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg ist die Mitbestimmung. Volkswagen ist nicht trotz seiner Mitbestimmung so erfolgreich, sondern gerade wegen der Mitbestimmung", sagte Stephan Wolf, stellvertretender Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrates.

„Die Geschichte des Werkes Emden ist eine Geschichte geprägt von Veränderungen. Die Entscheidung, den Volkswagen Passat in Emden bauen zu lassen, war wegweisend und hat für anhaltenden Aufschwung in der Region gesorgt. Nahezu 90 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus Emden und Umgebung. Das erfüllt mich mit Stolz. Volkswagen und Ostfriesland, das passt", betonte der scheidende Werkleiter Jens Herrmann und dankte dem anwesenden Werkmanagement, bevor er den Staffelstab an den neuen Emder Werkleiter Frank Fischer übergab.

Der Betriebsratsvorsitzende des Werkes Emden, Peter Jacobs, sagte, „Volkswagen in Emden prägt die gesamte Region. Heute gehört Volkswagen zu Ostfriesland wie die Freiheitsstatue zu New York. Die Emder Zuverlässigkeit drückt sich besonders in den Modellen aus, die hier seit 50 Jahren gebaut werden. Der Passat aus Emden steht in unserem Jubiläumsjahr für acht starke Generationen, für mehr als sieben Millionen verkaufte Fahrzeuge und viele zufriedene Kunden weltweit".

Der langjährige Oberbürgermeister der Stadt Emden, Alwin Brinkman, erinnerte noch einmal an die Anfänge des Werkes in Emden. „Der Kohl muss weg, der Käfer kommt! 1964 war Emden zum Teil noch eine zerstörte Stadt. Arbeit gab es in der Landwirtschaft, im Hafen und bei den Werften. Viele gingen damals von den Feldern direkt ins VW-Werk. Seitdem spielt Volkswagen in Emden eine wesentliche Rolle für das Arbeitsleben der Stadt und der Region."

Das Werk Emden wird auch ‚die blaue Fabrik am Meer‘ genannt. Diese Bezeichnung unterstreicht die Vorreiterrolle des Volkswagen-Standorts in Sachen Umweltfreundlichkeit. Volkswagen hat es sich zum Ziel gesetzt, seine Standorte bis 2018 um 25 Prozent umweltfreundlicher zu machen. Mit dem Einsatz von Geothermie oder der Nutzung vorhandener Windkraft hat die Emder Mannschaft bereits wesentliche Erfolge bei der Reduzierung der Umweltkennziffern Energieverbrauch, CO2 und Wasser erzielt. (dpp-AutoReporter/wpr)

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