Ab 2018: Markenpokal-Renner Alpine A110 Cup am Start

4. November 2017

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Mit dem Markenpokal-Fahrzeug A110 Cup kehrt Alpine in den
seriennahen Motorsport zurück. Die Rennversion des neuen
Mittelmotorsportwagens wird im ‚Alpine Europa Cup‘ für
Privatfahrer starten, der ab 2018 auf sechs europäischen
Rennstrecken ausgetragen wird. Kennzeichen der neuen
Rundstreckenvariante sind das lupenreine Rennfahrwerk, der auf 270 PS
leistungsgesteigerte Motor und das auf 1050 Kilogramm gesenkte
Gewicht. Hieraus ergibt sich das Leistungsgewicht von lediglich 3,9
Kilogramm pro PS.

 

Alpine hat die A110 Cup zusammen mit Renault Sport Racing und dem
Rennstall Signatech entwickelt, der mit der Alpine A470 in der FIA
World Endurance Championship startet. Das neue Markenpokal-Fahrzeug
zeichnet sich durch kompromisslose Renntechnik aus. So legten die
Ingenieure die Karosserie der A110 um 40 Millimeter tiefer und
statteten das Fahrzeug mit Öhlins-Stoßdämpfern aus, die über
individuell justierbare Zug- und Druckstufen verfügen. Als weitere
Maßnahme steigert ein Sperrdifferenzial mit limitiertem Schlupf die
Lenkpräzision.

 

Die Bremsanlage stammt von Brembo und umfasst innenbelüftete
Bremsscheiben im 355-Millimeter-Format vorne und mit 330 Millimeter
Durchmesser hinten. Für optimale Verzögerungswerte sorgen auch die
6-Kolben-Bremssättel aus Magnesium. Die Alpine A110 Cup verfügt
über Antiblockiersystem und Traktionskontrolle. Beide Systeme lassen
sich für den Einsatz auf der Rennstrecke deaktivieren. Je nach
Einsatzprofil und Witterungsbedingungen fährt der
Markenpokal-Rennwagen auf Slicks oder Reifen mit profilierter
Lauffläche, jeweils von Michelin.

 

Direkt mit dem Überrollkäfig verbunden sind zwei zusätzliche
Längsträger aus Aluminium. Zusätzlich zu ihrer Funktion zur
Versteifung des Chassis ermöglichen sie es, an der Hinterachse die
Anlenkpunkte der oberen Querlenker für noch mehr Spurpräzision nach
oben zu verlegen. Die unteren Querlenker sind am doppelten
Hilfsrahmen für den Antriebsstrang befestigt. Auch die Anlenkpunkte
und das Chassis an der Vorderachse wurden auf den Renneinsatz hin
optimiert. Hier bauten die Entwickler einen geschmiedeten Hilfsrahmen
mit Befestigungsplatten für die oberen Querlenker ein.

 

Als Antrieb dient der gleiche 1,8-Liter-Turbomotor mit
Benzin-Direkteinspritzung wie in der Serienversion der A110. Mit
Hilfe eines Luftfilters und einer Rennauspuffanlage steigerte das
Entwicklerteam die Leistung des Vierzylinders um 18 PS auf 270 PS.
Das Maximaldrehmoment beträgt unverändert 320 Nm. Neu ist die
Motorsteuerung von Magneti Marelli, die neben Motoren- auch
Fahrwerksdaten sammelt. Die Kraftübertragung auf die Hinterräder
erfolgt über ein sequenzielles 3MO-6-Gang-Getriebe mit Schaltpaddles
am Lenkrad.

 

Der A110 Cup Fahrer nimmt in einer Rennsitzschale mit 6-Punkt-Gurt
und integrierter Kopfstütze Platz, Pedalerie und Lenksäule sind
einstellbar. Das Lenkrad verfügt neben digitalem Anzeigenfeld über
Regler für Traktionskontrolle und ABS, Geschwindigkeitsbegrenzer in
der Boxengasse, Funk und Trinkversorgung. Auf Wunsch lässt sich für
das Cockpit eine zweite Sitzschale ordern.

 

Zusätzlich zum Überrollkäfig aus Stahl, der auf innovative Art
mit dem Aluminium-Chassis verbunden ist, sorgen das Sicherheitssystem
HANS (Head and Neck Support) und die automatische Feuerlöschanlage
für Sicherheit ohne Kompromisse gemäß FIA-Standards. Ergänzt
werden sie durch den Zentralschalter für die Bordelektrik und die
Trockenbatterie.

 

Für die erste Saison werden 20 Fahrzeuge zum Preis von jeweils
100.000 Euro plus Steuern aufgebaut. Ein Rennwochenende umfasst
jeweils zwei Läufe à 30 Minuten. In seiner Premierensaison macht
der Alpine Europa Cup Station auf dem Circuit Paul Ricard/F, in
Hockenheim, Dijon-Prenois/F, Silverstone/GB, Spa-Francorchamps/B
sowie auf dem Circuit de Catalunya/E. (dpp-AutoReporter/wpr)

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