Alternative Kraftstoffe: LPG mit 500.000 Fahrzeugen Nummer eins

24. Juli 2013


Günstige Steuern, niedrigere Emissionen, ausreichende Infrastruktur, ausgereifte Technik und geringe Betriebskosten: Autofahrer, die sich diese Vorteile sichern wollen, müssen weder auf preisgünstige alltagstaugliche Elektroautos noch auf die Marktreife der Brennstoffzelle warten. Autogas oder auch LPG (Liquefied Petroleum Gas) verbindet diese Eigenschaften schon jetzt. Immer mehr Bundesbürgern nehmen LPG daher als echte Alternative zu konventionellen Kraftstoffen an. Zum Jahreswechsel zählte das Kraftfahrt-Bundesamt knapp 500.000 Autogas-Fahrzeuge im Bestand. Zum gleichen Zeitpunkt tauchten in der Statistik weniger als 80.000 Erdgas-Fahrzeuge, rund 65.000 Modelle mit Hybrid-Antrieb und rund 7.000 Elektroautos auf. Die wichtigsten Vorzüge von Autogas im Überblick:Umrüstung: Immer mehr Automobilhersteller bieten Autogas-Modelle ab Werk an. Zudem lassen sich nahezu alle Autos mit Ottomotor problemlos umrüsten. Die Umrüstung kostet abhängig vom Modell zwischen 1.500 und 3.000 Euro.Kraftstoffkosten: Die zusätzlichen Kosten für die Umrüstung auf Autogas rentieren sich durch die niedrigeren Kraftstoffpreise. Derzeit kostet ein Liter Autogas etwa 75 Cent, Diesel und Benzin sind deutlich teurer. Der Preisunterschied kommt in erster Linie durch die steuerliche Begünstigung zustande: Für einen Liter Autogas werden nur rund 10 Cent an Energiesteuer abgerechnet, bei Otto-Kraftstoffen sind es rund 65,5 Cent und beim Diesel rund 47 Cent pro Liter. Der Preisvorteil macht auch den Mehrverbrauch von rund 15 bis 20 Prozent wett, der durch die geringere Energiedichte von Autogas entsteht. Übrigens können Autogas-Nutzer auch in Zukunft weitgehend sicher planen, denn der Steuervorteil bleibt bis 2018 erhalten.Infrastruktur: Derzeit sorgen bundesweit rund 6.600 Tankstellen für eine flächendeckende Versorgung mit LPG. Auch im Urlaub muss nicht auf den preiswerten Alternativkrafttoff verzichtet werden: über 15.000 Autogas Tankstellen gibt es in den deutschen Nachbarländern. Tankstellen-Marktführer Aral hat in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau investiert und ist in diesem Segment mit 245 Stationen mit Autogas-Zapfsäule vertreten.Emissionen: Autogas trägt schon heute zur Reduzierung der Schadstoffe bei. Durch die Nutzung von LPG sinkt der CO2-Ausstoß im Vergleich zu einem Benziner um rund 15 Prozent. In der Summe aller zugelassenen Autogas-Fahrzeuge ergibt sich daraus eine jährliche Einsparung von etwa 1,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Der Anteil der Stickoxide im Abgas sinkt um rund 20 Prozent, die Emission unverbrannter Kohlenwasserstoffe halbiert sich. Andere Schadstoffe wie Kohlenmonoxid, Benzol, Schwefeldioxid oder Ruß treten praktisch nicht auf.Reichweite: Autogas-Fahrzeuge sind überwiegend mit einer bivalenten Technik ausgestattet – sie können also sowohl mit Autogas als auch mit Benzin betrieben werden. Im reinen Autogasbetrieb reicht eine Füllung abhängig von der Tankgröße für bis zu 500 Kilometer. Rechnet man die Benzinreserve hinzu, steigt die Gesamtreichweite ohne Tankstopp häufig auf über 1.000 Kilometer.Sicherheit: Autogas ist genauso sicher wie Benzin oder Diesel – selbst bei einem Unfall. Die Bauteile der Autogasanlage werden besonders geprüft und typgenehmigt. Allerdings sollten Einbau und Reparaturen unbedingt vom Fachbetrieb ausgeführt werden. Zu Problemen bei der Betankung ist es laut Thomas Söhngen, bei Aral für das Autogas-Geschäft verantwortlich, noch nicht gekommen: "Die Betankung und Handhabung ist ebenso einfach und sicher wie bei Benzin oder Diesel."Qualität: Autogas besteht idealerweise aus einem Gemisch aus den Gasen Butan und Propan. Im Sommer sollte der Butan-Anteil bei 60 Prozent liegen, doch viele Tankstellen erhöhen stattdessen den Anteil des günstigeren Propans. Das geht zu Lasten der Reichweite. Sie kann bis zu zehn Prozent abnehmen. Aral bietet auch in diesem Punkt an allen unternehmenseigenen Tankstellen Gewissheit. Dort liegt der Butan-Anteil von April bis Oktober garantiert bei mindestens 60 Prozent, in den Wintermonaten aus technischen Gründen bei mindestens 40 Prozent. (Auto-Reporter.NET)

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