Auch Renault investiert in Brasilien

5. Oktober 2011


Der südamerikanische Markt ist auch für Autobauer Renault interessant. Dementsprechend die Entscheidung, die Produktion im brasilianischen Werk Curitiba ab 2013 um 100.000 Einheiten auf dann 350.000 Fahrzeuge jährlich zu erhöhen und dafür Investitionen von insgesamt 200 Millionen Euro (500 Mio. Real) lockerzumachen. Auch Europas größter Autobauer Volkswagen hat bereits Investitionen in Milliarden-Höhe bis 2016 in den südamerikanischen Markt angekündigt.

Angekündigt werden 1.000 neue Arbeitsplätze. Brasilien ist Renaults drittwichtigster Markt; bis 2016 will die Gruppe ihren Marktanteil von fünf auf acht Prozent erhöhen.
Noch in diesem Jahr werde sich Brasilien jedoch zum zweitwichtigsten Markt von Renault entwickeln, beschreibt Renaults Präsident und CEO, Carlos Ghosn, im Rahmen eines Werksbesuchs in Brasilien die Marktlage. Das Land sei für sein Unternehmen „ein wichtiger Pfeiler“ in der internationalen Firmenstrategie. Mehr als ein Viertel des geplanten Absatzwachstums werde Renault in Brasilien erzielen. „Deshalb werden wir unsere Produktionskapazitäten entsprechend erhöhen“, so Carlos Ghosn weiter. Neben Russland und Indien zählt Brasilien zu den wichtigsten Wachstumsmärkten des langfristigen Unternehmensstrategieplans „Renault 2016 – Drive the Change“.

Die Euros fließen primär in neue Anlagen und den Ausbau der Fertigungsstraßen. Geplant ist außerdem ein neues Entwicklungszentrum. Bislang sind die Forschungseinrichtungen von Renault Technologies Amériques (RTA) an mehreren Standorten in dem Industriekomplex untergebracht. Darüber hinaus will Renault do Brasil eine neue Ausbildungsstätte sowie eine neue Lagerlogistik einrichten.

Im Ayrton Senna Industriezentrum in Curitiba unterhalten die Franzosen drei Fertigungsstätten für die Pkw-, Nutzfahrzeug- und Motorenproduktion. Seit der Standortgründung 1997 hat Renault in Brasilien 1,7 Milliarden Euro investiert und beschäftigt heute 6.000 Mitarbeiter. Von den Bändern laufen neben dem Mégane Grandtour auch die Dacia-Modelle Logan, Sandero und Sandero Stepway. Ab Oktober wird hier zudem der Duster gebaut. (Auto-Reporter.NET/arie)

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