AUDI: Pilotprojekt für benachteiligte Schulabsolventen

31. August 2013


Fit für den Beruf lautet das Motto eines Pilotprojekts bei Audi in Neckarsulm wo benachteiligte Jugendliche auf den Start in eine Berufsausbildung vorbereitet werden. Gestern erhielten die Teilnehmer des Förderjahrs bei Audi im feierlichen Rahmen ihre Zertifikate. Im September beginnen neun Jugendliche ihre Ausbildung bei Audi. Neun Monate lang haben die Teilnehmer des Förderjahrs bei Audi Drehen, Fräsen, Feilen, Bohren und die Grundlagen der Umform- und Oberflächentechnik gelernt. Zusätzlich besuchten sie einmal pro Woche die Wilhelm-Maybach-Berufsschule Heilbronn sowie eine sozialpädagogische Betreuungsstelle der „BBQ Berufliche Bildung gGmbH“.„Mit dem Förderjahr übernehmen wir soziale Verantwortung in der Region. Gleichzeitig ist dieses Projekt eine große Chance, potenzielle Fachkräfte im Land zu fördern“, sagte Stefanie Ulrich, Personalleiterin Audi Neckarsulm. Dass neun Teilnehmer anschließend eine Berufsausbildung bei Audi starten, zeigt den Erfolg des Pilotprojekts. Dr. Ulrich Eritt, Leiter Bildungswesen Audi Neckarsulm ergänzt: „Daher hat sich Audi entschieden, das Projekt fortzuführen und wird im Herbst zwölf neue Teilnehmer aufnehmen.“Der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. (Südwestmetall) und die Industriegewerkschaft Metall, Bezirk Baden-Württemberg, haben den Tarifvertrag „Förderjahr“ im Mai 2012 geschlossen. Ziel ist es, bislang nicht ausbildungsreife Schulabgänger an eine berufliche Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie heranzuführen und deren Fachkenntnisse sowie Sozial-kompetenzen zu entwickeln.„Im Pilotprojekt mit Audi haben wir gesehen, dass Jugendliche mit der richtigen und intensiven Betreuung erfolgreich ihre Ausbildungsreife erreichen und gute Chancen haben, im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“, sagt Rolf Blättner, Geschäftsführer Südwestmetall Heilbronn/Franken.Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Rolf Klotz ergänzt: „Für mich und meine Betriebsratskollegen ist dieses Projekt ein voller Erfolg. Ohne den Tarifvertrag Förderjahr und die Bereitschaft von Audi sich mit einem Pilotprojekt daran zu beteiligen, ständen die Jugendlichen weiter im Regen. So bieten sich ihnen deutlich bessere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt – auch bei Audi.“Ab September soll das Förderjahr neben den Pilotstandorten Stuttgart und Neckarsulm auch in Heidelberg, Pforzheim, Amstetten sowie der Region Schwarzwald-Hegau angeboten werden. 60 junge Menschen werden im September starten. (Auto-Reporter.NET)

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