August 2010: Mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote

22. Oktober 2010


Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) starben im August dieses Jahres in Deutschland 298 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen. Das waren 88 Personen oder 23 Prozent weniger als im August des Vorjahres. Die Zahl der Verletzten ist um elf Prozent auf 35.400 zurückgegangen.

Insgesamt ereigneten sich im August 2010 rund 189.200 Straßenverkehrsunfälle, 1,4 Prozent mehr als im August 2009. Diese Zunahme ist ausschließlich auf Unfälle mit Sachschaden zurückzuführen, die um 4,0 Prozent auf 161.600 gestiegen sind. Die Zahl der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, ist dagegen um elf Prozent auf 27.600 stark zurückgegangen.

Einen Grund für den starken Rückgang bei der Zahl der Verkehrstoten sehen die Statistiker im extrem schlechten Wetter im August dieses Jahres. Bei widrigen Witterungsverhältnissen wird meist defensiver und weniger gefahren. Zudem nehmen weniger „ungeschützte“ Verkehrsteilnehmer wie Zweiradfahrer und Fußgänger am Verkehrsgeschehen teil.

Die Zahl der von der Polizei in Deutschland von Januar bis August 2010 aufgenommenen Straßenverkehrsunfälle ist gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 1,52 Millionen gestiegen. Darunter waren 189.100 Unfälle (-8,3 %), bei denen mindestens eine Person verletzt wurde oder ihr Leben verlor, und 1,34 Millionen Unfälle mit nur Sachschaden (+3,7 %). Die Zahl der bei Straßenverkehrsunfällen Getöteten ist in den ersten acht Monaten des Jahres 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 2.390 und die Zahl der Verletzten um acht Prozent auf rund 242.700 zurückgegangen. (Auto-Reporter.NET/sr)

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