Auto fit für Herbst und Winter?

18. Oktober 2017

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Wenn Nebel, Regen und früher einsetzende Dunkelheit die kalte
Jahreszeit ankündigen, wird es Zeit, das eigene Auto für Herbst und
Winter fit zu machen. Die Experten von Dekra sagen, woran Autofahrer
denken müssen.

 

Beleuchtung: Sehen und gesehen werden ist das A und O in der
dunklen Jahreszeit. „Oft genug sorgen ‚Blender‘, ‚Einäugige‘
und ‚Dunkelmänner‘ für Irritationen und Gefahren im
Straßenverkehr. Eine rundum intakte Lichtanlage mit richtig
eingestellten Scheinwerfern ist ein Muss", sagt Matthias Krügel,
Sachverständiger bei Dekra. Tipp: Der bundesweite kostenlose
„Licht-Test" im Oktober zum Beispiel gibt die nötige Sicherheit.

 

Sicht: Auch eine gründliche Reinigung der Windschutzscheibe innen
wie außen gehört zu guter Sicht, und das nicht nur in
Raucherfahrzeugen. Beläge auf dem Glas verschlechtern den
Durchblick, lassen die Scheiben leichter beschlagen und begünstigen
gefährliche Reflexionen bei Gegenlicht. Hinterlassen die
Wischerblätter schon Schlieren oder reinigen sie unsauber, müssen
neue her.

 

Frostschutz: Die Scheiben-/Scheinwerferwaschanlage braucht jetzt
Winterreiniger, damit sie nicht einfriert. Auch das Kühlsystem ist
auf Frostschutz angewiesen, damit der Motor unter null Grad nicht
kollabiert. Die Türdichtungen frieren nicht an, wenn man sie mit
Gummipflegestift elastisch hält. Krügel: „Das ist billiger als
ein eingerissene Türdichtung."

 

Batterie: Schwachstelle Nummer 1 bei Kälte ist die Auto-Batterie,
auf die jeden Winter Tausende Pannen entfallen. Die Kapazität des
Akkus sinkt bei minus 20°C auf etwa die Hälfte. Deshalb: Batterie
vor dem Winter checken lassen, ob sie noch eine Saison durchhält.

 

Reifen: Für sicheren Grip auf rutschigen Straßen brauchen
Winterreifen noch mindestens vier Millimeter Profil, empfiehlt Krügel.
Im Laufe der Jahre verlieren Winterpneus ihre Elastizität und
sollten daher nicht älter als sechs Jahre sein. „Ob Wechsel oder
Neukauf: Warten Sie damit nicht bis zum ersten Schnee. Rutschpartien,
Wartezeiten und Lieferengpässen sind dann oft unvermeidlich", so
der Experte.

 

Schneeketten: Für Fahrten in bergige Regionen empfiehlt es sich,
Schneeketten an Bord zu haben. Sie müssen zur Reifengröße passen
und gehören bei Fahrzeugen mit Zweiradantrieb auf die Antriebsachse,
bei Allradfahrzeugen auf die gelenkten Räder. Dekra empfiehlt, die
Montage zuhause in der trockenen Garage zu üben. „Die Montage im
Schnee ist Ärgernis genug", sagt Krügel.

 

Zubehör: Ins Auto gehören in der kalten Jahreszeit Eiskratzer,
Handbesen, Scheibenfrostschutz, Handschuhe und eine Folie für die
Windschutzscheibe. Weil es im Winter schneller zu längeren Stau
kommen kann, sollten besonders bei längeren Fahrten auch eine Decke,
Trinkwasser und Notproviant an Bord sein.

 

Wintercheck: Wer nicht selbst Hand anlegen möchte: Werkstätten,
Prüforganisationen oder Automobilclubs bieten im Herbst
professionelle Winterchecks an, die das Auto rundum unter die Lupe
nehmen. (dpp-AutoReporter/wpr)

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