Besser sehen und gesehen werden

27. September 2010

Sommer war gestern. Jetzt haben wir uns auf herbstliche Straßenbedingungen einzustellen, wenn morgens dicke Nebelschwaden durch die Talmulden wabern und das Laub die Straße zu einem rutschigen Teppich werden lässt. GTÜ-Experten geben wichtige Tipps, damit Autofahrer und Fußgänger auch bei Nebel und Regen gut ankommen.

A und O in der dunklen Jahreszeit ist es, gut gesehen zu werden. Das gilt für Fußgänger und Fahrzeuge gleichermaßen. „Wer in der Dämmerung, im Nebel oder Nieselregen nicht mit der entsprechenden Beleuchtung am Fahrzeug oder als Fußgänger nicht in heller Kleidung unterwegs ist, gefährdet sich und andere“, konstatieren die Experten von GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung. Besondere Gefahren drohen Kindern in den nebeligen Frühstunden auf dem Schulweg. Hier sollten die Eltern auf helle Kleidung mit vielen Reflektorflächen achten. Aber auch für die Senioren können Dämmerstunden gefährlich sein, weil sie sich oftmals viel zu dunkel kleiden. „Es muss nicht immer der dunkle Regenmantel sein, es gibt auch attraktive helle Kleidungsstücke für Senioren“, empfehlen die Stuttgarter und raten gleichzeitig zu Applikationen an Mantel, Jacke oder Hose aus reflektierenden Materialien.

Grundsätzlich gilt im Herbst: langsam und vorausschauend fahren. Auch wenn man es nicht für erforderlich hält, sollte frühzeitig das Abblendlicht eingeschaltet werden. Auch tagsüber ist es bei schlechter Sicht ratsam, mit Licht zu fahren. Die Regel: „Licht an immer dann, wenn es die Sichtverhältnisse erfordern“, sollte ernst genommen werden, denn im Falle eines Unfalls trägt der Unbeleuchtete eine Mitschuld, und die Kfz-Haftpflichtversicherung des Gegners übernimmt wegen mangelnder Beleuchtung nur einen Teil der Kosten.

Zum Herbst gehören auch beschlagene oder vom Frühreif vereiste Fensterscheiben. Um selbst gut zu sehen und sich das Autofahrerleben zu erleichtern, sollte man sie vor Fahrtantritt vollständig freikratzen. Kleine „Gucklöcher“ sind ein Sicherheitsrisiko und sorgen für einen großen „toten Winkel“; besonders in Kurven. Um wirklich gut gesehen zu werden und zu sehen, muss auch Hand an die Scheinwerfergläser gelegt werden. Regelmäßig gereinigt, ist man mit ihnen auf der sicheren Seite.

Herbsttypisch ist auch Nebel. Bei solchen Wetterlagen ist Fernlicht tabu. Die feinen Wassertröpfchen reflektieren das Licht der aufgeblendeten Scheinwerfer stärker, die Sicht wird dadurch schlechter. Die Nebelleuchten dürfen nach der StVO nur dann eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite weniger als 50 Meter beträgt. Das entspricht dem Abstand zwischen zwei Seitenpfosten auf der Autobahn.

Obwohl es noch selten Glatteis gibt, macht Herbstlaub in Verbindung mit Nässe manche Straßen in diesen Wochen zu unberechenbaren Rutschbahnen. Generell heißt daher die Devise auf herbstlich-feuchten Straßen: „Runter vom Gas und Abstand halten!“ Wird der Bremsweg trotz aller Vorsicht doch mal zu knapp, sehen Sie sich schnell nach einer geeigneten Ausweichmöglichkeit um! „Lieber mit 60 km/h auf das Feld neben der Straße als mit 30 km/h auf einen Menschen oder ein Fahrzeug auffahren“, so der eindeutige Tipp der GTÜ, die in dem Zusammenhang auch zur Vorsicht auf Brücken und schattigen Fahrbahnabschnitten gerade in frühen Morgenstunden rät. Hier bestehe durch Nachtfrost Rutschgefahr. Schnelle Lenkmanöver oder ruckartiges Bremsen sind zu vermeiden. (Auto-Reporter.NET/arie)

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