Besser sichtbar auf den Schulweg

20. November 2017

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Vom Herbst bis ins Frühjahr hinein machen sich viele Kinder in
der Dämmerung oder gar im Dunkeln auf den Schulweg. Dafür sorgt der
in Deutschland übliche frühe Schulbeginn morgens um 8.00 Uhr in
Kombination mit Nachmittagsbetreuung und Ganztagsschulen. „Damit
steigt die Gefahr, dass die Kleinen von Autofahrern übersehen
werden", sagt Stefanie Ritter, Unfallforscherin bei Dekra.

Schon tagsüber können Kinder die Geschwindigkeit von Fahrzeugen
kaum richtig einschätzen. „Wenn sie die Scheinwerfer eines Autos
im Dunkeln klar erkennen, können sie sich nicht vorstellen, dass der
Autofahrer sie nicht sieht", sagt die Expertin. Daher sei es
besonders wichtig, dass die jüngsten Verkehrsteilnehmer gut sichtbar
sind. Ein Autofahrer nimmt einen hell gekleideten Fußgänger bei
Dunkelheit schon wahr, wenn er noch 40 bis 50 Meter entfernt ist. In
normal bunter Alltagskleidung ist er dagegen erst aus einem Abstand
von 25 bis 30 Metern erkennbar.

Mit blinkenden Lichtern oder retroreflektierende Materialien sind
die Kleinen im Dunkeln sogar bis zu 150 Meter weit zu sehen.
Idealerweise sind die Reflektoren und Blinker an Stellen angebracht,
die bewegt werden, also an Armen, Beinen und Füßen, und zwar so,
dass das Kind rundherum sichtbar ist. Auffällig sind auch Warnwesten
mit Reflektoren, gelbe Sicherheitskrägen und zB. die roten,
reflektierenden Dekra-Mützen. Um morgendliche Styling-Diskussionen
zu vermeiden, sollten die Kinder beim Kauf der reflektierenden
Bekleidung mitentscheiden dürfen. Schulranzen, die der DIN 58124
entsprechen, sind übrigens ausreichend mit Reflektoren ausgestattet.

Falls Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren, müssen die Eltern
darauf achten, dass Vorder- und Rücklicht funktionieren und das
Fahrrad mit den gesetzlich vorgeschriebenen Reflektoren ausgestattet
ist. „Wichtig ist aber auch, dass die Kinder morgens rechtzeitig
das Haus verlassen", sagt Unfallforscherin Ritter. „Dann können
sie ihren gewohnten und im Vorfeld eingeübten Schulweg gehen. So
geraten sie nicht in Versuchung, unter Zeitdruck gefährliche
Abkürzungen einzuschlagen oder Straßen an ungesicherten Stellen zu
überqueren." (dpp-AutoReporter/wpr)

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