BMW HP4 Race: 750 Rennbikes mit Karbon-Rahmen

21. April 2017

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Faszinierende technische Lösungen für maximale Performance auf
der Rennstrecke sind von jeher die Kennzeichen handverlesener und bis
ins Detail perfekt aufgebauter Werksrennmotorräder. Mit der neuen
HP4 Race präsentiert BMW Motorrad ein reinrassiges Rennmotorrad in
einer Auflage von 750 Exemplaren. Die Manufakturfertigung durch ein
kleines, hochspezialisiertes Team stellt dabei höchste Qualität
sicher.

Die neue HP4 Race rangiert im Hinblick auf Antrieb, Elektronik und
Federelemente auf dem Niveau aktueller Superbike-Werksrennmaschinen
und geht fahrwerksseitig mit ihrem Karbon-Rahmen sogar darüber
hinaus. Mit einem Gewicht von fahrfertig vollgetankt 171 Kilogramm
unterbietet die neue HP4 RACE sogar die aktuellen Werksrennmaschinen
der Superbike-Weltmeisterschaft und liegt nur knapp über den
Werksrennern der MotoGP.

Als weltweit erster Motorradhersteller verhilft BMW Motorrad mit
der HP4 Race einem vollständig aus Karbon gefertigten, lediglich 7,8
Kilogramm leichten Hauptrahmen zu einer industriellen
Kleinserienfertigung und macht diese zukunftsträchtige Technologie
damit für jedermann käuflich. Auch Vorder- und Hinterrad sind aus
dem Hightech-Werkstoff gefertigt, der gegenüber
Leichtmetall-Schmiederädern bei gezielter Steifigkeitsauslegung eine
Gewichtsreduzierung um circa 30 Prozent ermöglicht.

Den Anspruch an Rennsporttechnologie auf höchstem Niveau löst
die neue HP4 Race auch bei Federelementen und Bremsen ein. Sowohl die
Upside-down-Gabel vom Typ FGR 300 als auch das Federbein vom Typ TTX
36 GP stammen vom schwedischen Herstellers Öhlins und werden
baugleich auch in der Superbike-WM sowie in der MotoGP eingesetzt.
Bei der aus Fräs- und Blechteilen gefertigten
Leichtmetall-Unterzugschwinge handelt es sich ebenfalls um ein
Exemplar, wie es in der Superbike-WM verwendet wird.

Mit den beiden Brembo-Monobloc-Bremszangen von Typ GP4 PR stehen
auch bei der Bremsanlage der neuen HP4 RACE Komponenten zur
Verfügung, wie sie ansonsten nur in Weltmeisterschaften gefahren
werden. Beschichtete Titankolben und einteilige Aluminium-Sättel mit
chemisch vernickelter Oberfläche markieren hier die derzeit beste
Werkstoffkombination. In Verbindung mit 6,75 mm dicken
320-Millimeter-T-Type-Racing-Stahlbremsscheiben ermöglicht die
Anlage überragende Brems-Performance.

In der HP4 Race kommt ein reinrassiges Renntriebwerk ähnlich der
Spezifikationen 6.2 und 7.2 wie in der Langstrecken- und Superbike-WM
zum Einsatz. Die Spitzenleistung beträgt 158 kW/215 PS bei
13.900/min. Das maximale Drehmoment von 120 Nm wird bei 10.000
Umdrehungen erreicht. Mit dem Ziel bestmöglicher Performance kommt
ein Sechsgang-„Close-Ratio"-Renngetriebe mit optimierten
Übersetzungsstufen und verschiedenen Sekundärübersetzungen
(diverse Ritzel und Kettenräder im Lieferumfang) zum Einsatz.

Die neue BMW HP4 RACE ist mit einem umfangreichen Paket an
elektronischen Regel- und Assistenzsystemen sowie einer für die
Belange des Rennbetriebs entwickelten, gewichtsoptimierten
Bordelektrik ausgestattet. Eine Fülle von Informationen liefert das
2D Dashboard mit auslesbarem Datenspeicher (2D Logger).

Zahlreiche Abstimmungsmöglichkeiten auf verschiedene
Strecken-Layouts und Fahrbahnverhältnisse bieten die akustisch
wahrnehmbare, per Zündcut gesteuerte Dynamische Traktionskontrolle
DTC, die Engine Brake EBR sowie die Wheelie Control. Sie sind dem
Fahrerwunsch entsprechend gangselektiv programmierbar und ermöglichen
es, das enorme fahrdynamische Potenzial der neuen HP4 RACE optimal
auszuschöpfen. Weitere Elektronik-Features sind der Pit-Lane-Limiter
für die Einhaltung des Speed-Limits in der Boxengasse sowie die
Launch Control für perfekte Rennstarts.

Die Karbon-Verkleidung, das Airbox-Cover und der Sitzbankhöcker
der neuen HP4 RACE sind in den BMW HP Motorsport Farben lackiert. Ein
handgebürsteter und mit einem Klarlacküberzug versiegelter
Aluminiumtank unterstreicht die Rennsportoptik.
(dpp-AutoReporter/wpr)

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