BMW sucht Elektrofahrzeug-Nutzer für Forschungsprojekt in Berlin

30. August 2013


Wie können Elektrofahrzeuge zum Gelingen der Energiewende beitragen? Mit dieser Fragestellung setzt sich die BMW Group gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Industrie und Wissenschaft (Fraunhofer Gesellschaft, Technische Universität Chemnitz, Technische Universität Ilmenau, EWE AG, Vattenfall Europe Innovation GmbH und Clean Energy Sourcing GmbH) in einem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Forschungsprojekt auseinander. Jetzt wurde das Vorhaben in Berlin vorgestellt.In deutsche Stromnetze wird immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen eingespeist. Weil sich Wind und Sonne nicht nach dem aktuellen Strombedarf richten, liegen Energieangebot und Bedarf nicht immer auf gleichem Niveau. Auf der anderen Seite sollen bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen fahren – eine immense Speicherkapazität. Dabei sind diese Fahrzeuge nur an einem Bruchteil des Tages tatsächlich unterwegs. Den Rest der Zeit sind sie abgestellt, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder in der heimischen Garage. Die Elektrofahrzeuge könnten deshalb durch ihre Speicherkapazität zu einem wichtigen zeitlich flexiblen Stromabnehmer werden. Denn wenn der Ladevorgang auf die Stromspitzen im Netz hin optimiert werden könnte, würde dies die Stromnetze stabilisieren. Der Elektrofahrzeug-Nutzer muss seinen Komfort dadurch nicht einbüßen. Denn ihm ist es in der Regel egal, wann sein Elektrofahrzeug aufgeladen wird. Entscheidend ist, dass das Fahrzeug ausreichend geladen zur Verfügung steht, wenn er die nächste Fahrt beginnt.Im Projekt wird daher untersucht, wie der Ladevorgang so gestaltet werden kann, dass das Ladevolumen der Fahrzeuge flexibel als so genannte „Regelleistung“ zur Stabilisierung der Stromnetze eingesetzt werden kann, ohne dass der Nutzer dadurch in seiner Mobilität eingeschränkt wird. Das Projekt geht auch der Frage nach, wie der potenzielle Beitrag von Elektrofahrzeugen in den Markt für Regelleistung technisch und wirtschaftlich eingebracht werden kann. Es klärt, welche Anreize gesetzt werden müssen, um möglichst viele Nutzer für ein solches Modell zu gewinnen. Denn je mehr Fahrzeuge gesteuert geladen werden können, desto mehr Flexibilität steht für das Netz zur Verfügung.Für drei Projektphasen (ab Februar 2014, September 2014 bzw. März 2015) werden jeweils zehn Teilnehmer gesucht, die über einen Zeitraum von fünf Monaten einen BMW ActiveE in Verbindung mit der Beteiligung an dem modellhaften virtuellen Kraftwerk im Alltagsbetrieb nutzen. Für die dritte Phase sollen die Fahrzeuge räumlich konzentriert in einem Straßenzug oder einer Wohnanlage zum Einsatz kommen, um damit auch eine höhere Netzbelastung als „Smart Grid Stresstest“ darstellen zu können.Der BMW ActiveE wurde von der BMW Group speziell für solche „Lernprojekte“ entwickelt. Mit einer unverkäuflichen Versuchsflotte der über 1.000 elektrifizierten BMW 1er Coupés wurden und werden weltweit unterschiedlichste Nutzerstudien und Forschungsprojekte durchgeführt. Weitere Informationen und Bewerbung zur Teilnahme unter www.bmw.de/active-e. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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