Borgward baut bald in Bremen

13. April 2017

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Die Traditionsmarke Borgward kehrt nach Bremen zurück. Der
Stuttgarter Automobilkonzern plant, auf dem Gelände des
Güterverkehrszentrums im Bremer Westen ein 140.000 Quadratmeter
großes Gelände zu erwerben. Ein entsprechendes Memorandum of
Understanding unterzeichneten die Borgward Group AG und die WFB
(Wirtschaftsförderung Bremen GmbH). „Mit dem Kauf des Areals gehen
wir konsequent den nächsten Schritt in unserer globalen
Wachstumsstrategie", sagt Ulrich Walker, Vorstandsvorsitzender der
Borgward Group AG. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

„Wir heißen Borgward herzlich in Bremen willkommen", ergänzt
Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB. „Das
Güterverkehrszentrum Bremen bietet mit seiner hervorragenden
verkehrstechnischen Anbindung optimale Standortbedingungen für das
Vorhaben der Borgward Group."

Auf dem Areal im Güterverkehrszentrum ist in der ersten Baustufe
ab Anfang des Jahres 2018 eine sogenannte SKD-/CKD-Fertigung für bis
zu 50.000 Fahrzeuge pro Jahr geplant. Ziel ist es, dass je nach
Bedarf und Nachfrage die Produktion von der SKD-/CKD-Fertigung in
eine Vollproduktion umgewandelt werden kann. Neben der Fertigung sind
auf dem Gelände eine Teststrecke, ein Auslieferungszentrum sowie ein
Brand-Studio geplant. Die Produktion soll 2019 aufgenommen werden.
Die WFB beginnt bereits im Mai mit den Sandaufschüttungen für das
Grundstück, das für die Erstinvestition benötigt wird. Direkt im
Anschluss daran wird die Sandaufschüttung für die Expansionsfläche
veranlasst.

Für die Fertigung sowie die weiteren Gebäude hat die Borgward
Group bereits einen Architekturwettbewerb gestartet. „Wir wollen
auch architektonisch eine Signal setzen", sagte Walker. Wie bereits
angekündigt, sollen in Bremen zunächst rein elektrisch angetriebene
Fahrzeuge sowie Plug-in-Modelle gefertigt werden. „Unsere Fertigung
in Bremen wird das weltweite Kompetenzzentrum für Elektromobilität",
sagte Walker. Die E-Fahrzeuge aus Bremen sind für Europa und weitere
Märkte geplant.

Die Fertigung, die Prozesse und die Einrichtungen im Borgward Werk
Bremen werden sich von Beginn systemtechnisch am Industriestandard
4.0 orientieren. Im Fokus des Fertigungsaufbaus steht die
intelligente ‚smarte‘ Fabrik - der geplante Produktionsprozess
wird die steigende Komplexität in der Automobilfertigung beherrschen
und hocheffizient sein. Die lokale Wertschöpfungstiefe lässt sich
dabei noch nicht endgültig bestimmen. Neben den bekannten
Borgward-Zulieferern wie Continental, Kuka, Schaeffler/SKF,
BorgWarner und Webasto sitzen bei der Fertigung vollelektrischer
Fahrzeuge Bosch und LG für Batterien im Boot. (dpp-AutoReporter/wpr)

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