Bosch und Mahle verärgern Volkswagen

2. September 2015

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Die Bosch-Tochter Mahle muss die Kapazität für Turbolader noch ausbauen. VW-Kunden warten deshalb länger auf ihre Autos. Volkswagens Konzernchef Martin Winterkorn (68) ist verärgert über den sonst von ihm geschätzten schwäbischen Zulieferer Bosch. Intern machte der VW-Chef seiner Enttäuschung Luft: Die Menge der von Bosch Mahle Turbo Systems gemeinschaftlich gefertigten Turbolader für Benzin- und Dieselmotoren entspreche nicht dem Bedarf. Die Folge: Kunden von VW warten auf ihre Autos berichtet das Wirtschaftsmagazin „BILANZ".

Winterkorn hatte sich dafür eingesetzt, dass der Bosch-Konzern und dessen Partner Mahle Turbolader für VW produzieren. Turbolader helfen wesentlich, Sprit zu sparen und weniger CO2 auszustoßen. Der Ärger mit Volkswagen trifft Bosch in einem Wachstumssektor, auf den der Konzern große Hoffnungen setzt. Die Tochter fertigt mehr als 1,5 Millionen Turbolader im Jahr, Tendenz stark steigend.

Die deutschen Autozulieferer sind Spätstarter bei der Technik, haben den frühen Einstieg verpasst und wollen nun rasant aufholen. Marktführer sind Honeywell und Borg Warner, beide aus den USA. Vor wenigen Monaten haben Bosch und Mahle die Spitze ihrer Turbolader-Tochter neu besetzt. Die beiden Chefs wollen schnell handeln, um den Ärger des Großkunden einzudämmen. „Unsere Werke sind voll gelastet, wir bauen die Kapazität aufgrund der positiven Auftragslage weiter aus", sagte Roger Busch (42), einer der beiden Chefs des Unternehmens, im Gespräch mit BILANZ. (dpp-AutoReporter)

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