Daimler-Betriebsrat wollte Vertrag von Dr. Dieter Zetsche nicht verlängern

24. Februar 2013


Die am letzten Donnerstag einstimmig beschlossene nur drei- statt normalerweise fünfjährige Vertragsverlängerung mit Dr. Dieter Zetsche, dem Vorstandvorsitzenden der Daimler AG und Leiter Mercedes Benz-Cars, ist offenbar doch nicht so einvernehmlich erfolgt. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ wollten die Daimler-Betriebsräte die Verlängerung verhindern und stimmten erst nach langwierigen Verhandlungen mit Aufsichtsratschef Manfred Bischoff dem Kompromiss zu.Laut „Spiegel“ hätten Betriebsratschef Erich Klemm und der IG-Metaller Thomas Klebe Bischoff Anfang des Jahres erklärt, die Arbeitsnehmer im Daimler-Aufsichtsrat würden geschlossen gegen einen neuen Vertrag für Zetsche stimmen. Ihre Kritik konzentrierte sich den Angaben nach auf den Führungsstil Zetsches, der mit den Belegschaftsvertretern nicht über ein anstehendes Sparprogramm diskutiere. Er könne mit Widerspruch nicht umgehen, wer anderer Meinung sei, werde abgekanzelt.Nach „Spiegel“-Darstellung drohte Bischoff daraufhin den Arbeitsnehmervertretern, notfalls sein Doppelstimmrecht in Anspruch zu nehmen, womit der Vorsitzende des Kontrollgremiums bei einem Patt den Ausschlag geben kann. Bischoff sei dennoch an einem Kompromiss mit den Betriebsräten interessiert gewesen, um eine lange Führungsdebatte zu verhindern.Angesichts der schwierigen Zeiten nicht unverständlich. Denn die Stuttgarter bekommen die derzeit schrumpfenden Gewinne ihrer Autosparte nicht in den Griff und rechnen nach einem Rückgang in 2012 für2013 nur mit einem stagnierenden operativen Ergebnis. Bei der Bilanzvorlage Anfang Februar hatte Zetsche angekündigt, das bei Mercedes Benz Cars das Ergebnis vor Znisen und Steuern im laufenden Jahr sogar leicht unterhalb des Vorjahres liegen werde. (auto-reporter.NET/hhg)

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