Daimler verstärkt Diesel-Maßnahmen

3. August 2017

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Anlässlich des Spitzentreffens von Politik und Automobilindustrie
in Berlin hat die Daimler AG ihre bereits eingeleitete Initiative für
bessere Luftqualität um zusätzliche Maßnahmen erweitert. „Wir
setzen darauf, den Diesel zu verbessern, anstatt ihn zu verbieten.
Die Optimierung des Dieselantriebs ist mittelfristig einer der
wirksamsten Hebel zur Erreichung der Klimaziele durch weniger CO2 im
Straßenverkehr", sagt Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender
der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. „Deshalb haben wir
unser Maßnahmenpaket nochmals erweitert. Wir wollen die Luftqualität
schnell und wirkungsvoll steigern - ohne dass unsere Kundinnen und
Kunden durch Fahrverbote beeinträchtigt werden." Das
Maßnahmenpaket umfasst vier zentrale Punkte:

 

1. Freiwillige Servicemaßnahmen an mehr als drei Millionen
Fahrzeugen in Europa

Um das Emissionsverhalten von EU5- und EU6-Fahrzeugen in Europa
wirkungsvoll zu verbessern, hat das Unternehmen bereits vor zwei
Wochen die Ausweitung seiner laufenden Servicemaßnahmen beschlossen.
Dadurch werden die NOx-Emissionen von mehr als drei Millionen
Mercedes-Benz Fahrzeugen um durchschnittlich 25 bis 30 Prozent im
normalen Fahrbetrieb sinken. Davon befindet sich rund eine Millionen
Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Für die Maßnahmen nutzen die
Ingenieure aktuelle Erkenntnisse aus der Entwicklung der neuen
Dieselmotorenfamilie; das Unternehmen investiert rund 220 Millionen
Euro. Den Kunden entstehen durch die Servicemaßnahmen keine Kosten.

 

Bereits seit März bietet Mercedes-Benz seinen Kunden bei
Fahrzeugen der Kompaktklasse eine Verbesserung des
NOx-Emissionsverhaltens für eine Motorvariante an. Rund 45 Prozent
dieser Fahrzeuge sind inzwischen auf dem neuesten Stand. Auch für
Kunden der V-Klasse führt das Unternehmen eine entsprechende
freiwillige Servicemaßnahme durch - bislang bei rund 75 Prozent
der Fahrzeuge in Deutschland.

 

2. Umweltbonus für EU4 Fahrzeuge

Um die Fahrzeugflotte auf der Straße wirkungsvoll zu verjüngen,
bietet das Unternehmen den Besitzern von Fahrzeugen der Euronorm 4 je
nach Fahrzeug einen vierstelligen Umweltbonus, wenn sie sich noch in
diesem Jahr für einen neuen Mercedes-Benz entscheiden.

 

3. Beitrag zum Mobilitäts-Fonds

Entsprechend ihrem Marktanteil beteiligt sich die Daimler AG an
dem gemeinsam von Politik und Industrie aufgelegten Mobilitäts-Fonds.
Daraus sollen in erster Linie Maßnahmen finanziert werden, die zur
Verkehrsverflüssigung in den Innenstädten beitragen.

 

4. Straffe Markteinführung RDE-konformer Fahrzeuge

Daimler forciert die Einführung von Fahrzeugen, die die
strengeren Emissionsgrenzwerte im Rahmen der RDE-Anforderungen
erreichen. Mit einer Investitionssumme von rund drei Milliarden Euro
wurde eine neue Motorengeneration entwickelt, deren vorbildliche
Emissionswerte auch durch die Messungen unabhängiger Institute
bestätigt wurden. Nach dem Marktstart des neuen Vierzylinders in der
E-Klasse in 2016 soll die Markteinführung der modular aufgebauten
Motorenfamilie im gesamten Portfolio schnell umgesetzt werden.
(dpp-AutoReporter/wpr)

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