David McAllister besucht ältesten brasilianischen VW-Standort

5. Oktober 2011


Im Rahmen einer Brasilienreise, die den VW-Konzernchef Martin Winterkorn in dieser Woche mit einer vielköpfigen Delegation in das weltweit fünftgrößte Land führt, kündigte das VW-Management Investitionen von 3,4 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren an, mit denen die Wolfsburger auf dem südamerikanischen Markt die Weichen für nachhaltiges Wachstum stellen. Der Konzern ist in Brasilien seit mehr als fünfzig Jahren aktiv und gilt als Motor der dortigen Automobilindustrie.

Zur Delegation gehört auch Niedersachsens Ministerpräsidenten und VW-Kontrolleur David McAllister, der bei der Gelegenheit das älteste VW-Auslandswerks im brasilianischen Anchieta besuchte. „Als erster Automobilhersteller in Brasilien investiert Volkswagen in die Erzeugung regenerativer und sauberer Energie", hob McAllister bei seinem Besuch hervor. Dies sei ein gutes Beispiel für die Vereinbarkeit von Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz, das Schule machen sollte.

Vor mehr als fünfzig Jahren hat der Konzern in São Paulo sein erstes Werk in Südamerika eröffnet. Heute sei Volkswagen mit über 19 Millionen produzierten Fahrzeugen der größte und erfolgreichste Automobilhersteller Brasiliens, betonte Michael Macht, Mitglied des VW-Vorstandes, vor Ort. Und diesen Erfolgskurs wolle man fortsetzen. Dafür stünden Gesamtinvestitionen von 3,4 Milliarden Euro bis 2016 im Plan. Investiert wird in die Entwicklung neuer Produkte und den Ausbau neuer Fertigungskapazitäten. Bis 2014 will das Unternehmen jährlich eine Million Fahrzeuge in Brasilien verkaufen.

Die Delegation aus Niedersachsen nahm an der Eröffnung des neuen Volkswagen-Designcenters in Anchieta teil. Neben dem dortigen Entwicklungszentrum soll auch das Designcenter künftige Fahrzeuge noch gezielter den Bedürfnissen brasilianischer Kunden anpassen. VW produziert am Standort Anchieta die Pkw-Modelle Gol, Parati und Polo sowie die leichten Nutzfahrzeuge Saveiro und Transporter T2.

Mit der Volkswagen do Brasil gründete Volkswagen am 23. März 1953 seine erste Produktionsgesellschaft im Ausland. Heute ist VW der größte Automobilhersteller des Landes und unterhält insgesamt vier Produktionsstätten an den Standorten Anchieta, Curitiba, São Carlos und Taubaté. Rund 24.000 Mitarbeiter fertigten in Brasilien im vergangenen Jahr mehr als 820.000 Fahrzeuge.

Volkswagen do Brasil legt Wert auf eine immer umweltverträglichere Produktionsweise. Als erster Autobauer des Landes investiert das Unternehmen 120 Millionen Euro in die Errichtung zweier Wasserkraftwerke, die ab 2013 rund 40 Prozent des Strombedarfs des Unternehmens decken sollen. (Auto-Reporter.NET/arie)
   

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