Dekra Unfallforschung: Im hohen Alter steigen die Risiken

3. August 2013


Unfallforscher von DEKRA und AXA Winterthur warnen
 Junge Fahrer gelten als die Verkehrsteilnehmer mit dem höchsten Unfallrisiko. In jüngster Zeit rücken nun auch ältere Fahrer verstärkt in den Fokus der Unfallforscher. So weisen Statistiken auf ein hohes fahrleistungsbezogenes Risiko von Senioren am Steuer hin. In Deutschland waren laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2011 über 75 Jahre alte Autofahrer zu 76 Prozent die Verursacher, wenn sie in einen Unfall verwickelt waren. Damit liegen sie noch über dem Niveau der Hochrisikogruppe der 18- bis 20-jährigen Fahranfänger (71 Prozent). „Die individuelle Mobilität ist auch im Alter ein Grundbedürfnis und eine Frage der Lebensqualität. Sie zu erhalten, ist daher besonders wichtig – allerdings, ohne dass dabei die allgemeine Verkehrssicherheit beeinträchtigt wird“, erklärt dazu Jörg Ahlgrimm, Leiter der Unfallanalyse bei DEKRA. „Tatsache ist, dass die Unfallbeteiligung bei über 75-jährigen Fahrern stark ansteigt. Hier besteht Handlungsbedarf, zumal ein immer größerer Anteil der Bevölkerung dieses Alter erreichen wird.“ Der Unfallexperte fordert Politik und Gesellschaft auf, die bestehenden Präventionsmaßnahmen zu beobachten und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Bettina Zahnd, Unfallforscherin der AXA Winterthur schlägt für die Schweiz vor, den dort ab dem 70. Lebensjahr alle zwei Jahre vorgeschriebenen Gesundheitscheck beim Hausarzt durch unabhängige ärztliche Tests abzulösen. (Auto-Reporter.NET)

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