Der Müdigkeit am Steuer den Kampf angesagt

23. Juni 2010

In den kommenden Wochen begeben sich viele Bundesbürger auf Urlaubsreise, und die ist für viele die längste Fahrt des Jahres und bedeutet oftmals Stress. Um stressbedingte Unfälle zu vermeiden und die Konditionssicherheit zu verbessern, werden Spezialisten wie Dr. Jörg Breuer aktiv. Und „stressfreies Fahren auf langen Strecken klappt umso besser, je mehr das Auto den Fahrer entlastet“, so der Leiter Entwicklung Pkw Aktive Sicherheit bei Mercedes-Benz am Rande einer Verkehrssicherheitstagung in Berlin.

Ein Beispiel, wie man speziell auf den Fahrer lauernde Gefahren bannen will, ist eine Warneinrichtung gegen Müdigkeit am Steuer. Unter dem Namen „Attention Assist“ ist sie serienmäßig in allen Fahrzeugen der E- und S-Klasse mit an Bord (Ausnahme: S 400 HYBRID). Bereits in naher Zukunft will die Marke weitere Modellreihen damit ausrüsten, kündigte Breuer an. 70 Parameter wie ungewöhnliche Lenkbewegungen lassen das System erkennen, ob der Fahrer vom gefährlichen Sekundenschlaf bedroht sein könnte. Spricht alles dafür, warnt das System mit optischen und akustischen Signalen.

Müdigkeit verursacht Studien zufolge in Deutschland aktuell 25 Prozent aller Unfälle mit Todesfolge im Autoverkehr. Rund fünf Milliarden Euro Sachschaden entstehen hierzulande jährlich durch übermüdete Fahrer. Folgten andere Unternehmen dem Beispiel von Mercedes, sei eine weitere signifikante Senkung der Verkehrsopferzahlen zu erwarten, so Breuer. „Nach der Einführung neuer Sicherheitssysteme zeigt unsere Forschung deutliche Rückgänge in Unfallhäufigkeit und -schwere bei den damit ausgerüsteten Fahrzeugen.“

Und die Anstrengungen der Automobilindustrie zeigen Wirkung. Nach Zahlen des Statischen Bundesamtes (Destatis) geht die Zahl der Opfer im Straßenverkehr seit 1970 kontinuierlich zurück. Mit 4.154 Personen gab es 2009 so wenige Verkehrstote wie noch nie seit 1950 auf deutschen Straßen. Der Höchststand wurde 1970 mit 21.332 Verkehrstoten erreicht. Seitdem ist die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr um 80 Prozent gesunken. (auto-reporter.net/arie)

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