Der Zahn der Zeit nagt auch am Zahnriemen

24. Dezember 2009

Der Automobilzulieferer ContiTech weist darauf hin, dass der richtige Zeitpunkt für den Wechsel eines Zahnriemens nicht nur von der Kilometerleistung abhängt, sondern auch vom Alter des Riemens. „Langes Stehen beansprucht einen Riemen ebenso wie der regelmäßige Betrieb. Die Alterung belastet das Material – egal, wie viel gefahren wird“, erklärt Helmut Engel, Leiter Automotive Aftermarket bei ContiTech und warnt vor teuren Motorschäden, zu denen fast immer kommt, wenn der Zahnriemen reißt. Die Kosten für eine Reparatur liegen dann schnell im vierstelligen Euro-Bereich. „Durch rechtzeitige Wartung lässt sich das verhindern“, so Kai-Uwe Suppé, technischer Trainer bei ContiTech.

Die vom Hersteller ausgewiesenen Wechselintervalle liegen je nach Fahrzeughersteller und -typ bei 40.000 bis 180.000 Kilometern. Diese Kilometerstände werden aber von vielen Fahrzeugen – beispielsweise Zweitwagen, Stadtautos und Cabrios – auch nach vielen Jahren nicht erreicht. Daher empfiehlt es sich, auch das Alter des Wagens im Blick zu behalten und regelmäßig eine Autowerkstatt aufzusuchen.

In den vergangenen Jahren haben einige Hersteller insbesondere die Wechselintervalle für Zahnriemen nachträglich auch auf das Alter bezogen. Allerdings sind diese Änderungen oft nicht im Serviceheft vermerkt. Man sollte sich, um auf Nummer sicher zu gehen, genaue Auskunft in der Autowerkstatt holen, denn sie hat Zugriff auf die aktuellen Inspektionsrichtlinien. Auch wenn vom Hersteller keine entsprechenden Angaben vorliegen, rät ContiTech zum Zahnriemenwechsel spätestens nach sechs Jahren.

„Auch für den Riemenwechsel sollten Autofahrer unbedingt eine Fachwerkstatt aufsuchen, denn auch Montagefehler können schnell zu einem Schaden führen“, warnt Suppé. „Ein Riemen kann beispielsweise auch dann zerreißen, wenn sich Fremdkörper im Antrieb befinden, die Rollen abgenutzt sind oder Öl einem undichten Motor entrinnt.“ Außerdem haben Werkstätten nicht nur das erforderliche Spezialwerkzeug – ausgebildete Mechaniker erkennen zudem mögliche Fehler im Motortrieb und können die Gefahr eines Zahnriemenrisses minimieren. Außerdem werden von den Werkstätten hochwertige Ersatzteile verbaut, die durch ihre Qualität zur Sicherheit beitragen. (auto-reporter.net/sr)

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