Deutsche Umwelthilfe stoppt Daimlers irreführende Werbung für die Mercedes S-Klasse

26. August 2013


Der Daimler AG ist es ab sofort untersagt, mit geschönten Angaben zu Spritverbrauch, CO2-Emissionen und CO2-Effizienzklassen für die PS-stärksten neuen Mercedes-Benz S-Klasse-Modelle zu werben. Mit dem Beschluss über eine entsprechende einstweilige Verfügung (Az: 35 O 76/13 KfH) vom vergangenen Donnerstag (21. August 2013) folgt das Landgericht Stuttgart in vollem Umfang einem Antrag der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH).Unter dem Slogan „Vision erfüllt“ startete Daimler eine groß angelegte Marketingkampagne für sein neues Flaggschiff, die neue „S-Klasse“. Dabei versprach der Autobauer für alle Modelle der S-Klasse CO2-Emissionen von maximal 213 bzw. 225 g/km und günstige CO2-Effizienzklassen von D bis A.Tatsächlich erreichen die spritdurstigsten Modelle „S 63 AMG 4Matic lang“ und „S 63 AMG“ jedoch nur die Effizienzklassen „F“ und „E“. Die offiziellen CO2-Emissionen dieser Modelle sind mit 242 g/km bzw. 237 g/km erheblich höher als in der Werbung teilweise angegeben. Auch die Spritverbräuche dieser beider Modelle sind höher als von Daimler in den beanstandeten Anzeigen beworben. Die DUH hatte die Daimler AG zunächst außergerichtlich aufgefordert, die Werbung mit unzutreffenden CO2-Effizienzklassen, Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen zu unterlassen. Der Stuttgarter Konzern zeigte sich jedoch uneinsichtig und verteidigte die irreführende Werbung u.a. mit der Schutzbehauptung, zum Zeitpunkt des Druckunterlagenschlusses für das Werbematerial hätten die Emissions- und Spritverbrauchswerte für die beiden am höchsten motorisierten S-Klasse Modelle noch nicht vorgelegen.Die DUH konnte das Gericht davon überzeugen, dass bereits Wochen vor der  Veröffentlichung der beanstandeten Anzeigen die Emissions- und Spritverbrauchswerte auch der AMG S-Klassen Modelle bereits festgestanden hatten und von Daimler hätten veröffentlicht werden können. Als sei die Sache damit ausgestanden, setzte der Autokonzern zudem seine Kampagne mit großflächigen Anzeigen unverändert fort. Daraufhin stellte die DUH beim Landgericht Stuttgart den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung, dem nun stattgegeben wurde. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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Deutsche Umwelthilfe stoppt Daimlers irreführende Werbung für die Mercedes S-Klasse

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Der Daimler AG ist es ab sofort untersagt, mit geschönten Angaben zu Spritverbrauch, CO2-Emissionen und CO2-Effizienzklassen für die PS-stärksten neuen Mercedes-Benz S-Klasse-Modelle zu werben. Mit dem Beschluss über eine entsprechende einstweilige Verfügung (Az: 35 O 76/13 KfH) vom vergangenen Donnerstag (21. August 2013) folgt das Landgericht Stuttgart in vollem Umfang einem Antrag der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH).Unter dem Slogan „Vision erfüllt“ startete Daimler eine groß angelegte Marketingkampagne für sein neues Flaggschiff, die neue „S-Klasse“. Dabei versprach der Autobauer für alle Modelle der S-Klasse CO2-Emissionen von maximal 213 bzw. 225 g/km und günstige CO2-Effizienzklassen von D bis A.Tatsächlich erreichen die spritdurstigsten Modelle „S 63 AMG 4Matic lang“ und „S 63 AMG“ jedoch nur die Effizienzklassen „F“ und „E“. Die offiziellen CO2-Emissionen dieser Modelle sind mit 242 g/km bzw. 237 g/km erheblich höher als in der Werbung teilweise angegeben. Auch die Spritverbräuche dieser beider Modelle sind höher als von Daimler in den beanstandeten Anzeigen beworben. Die DUH hatte die Daimler AG zunächst außergerichtlich aufgefordert, die Werbung mit unzutreffenden CO2-Effizienzklassen, Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen zu unterlassen. Der Stuttgarter Konzern zeigte sich jedoch uneinsichtig und verteidigte die irreführende Werbung u.a. mit der Schutzbehauptung, zum Zeitpunkt des Druckunterlagenschlusses für das Werbematerial hätten die Emissions- und Spritverbrauchswerte für die beiden am höchsten motorisierten S-Klasse Modelle noch nicht vorgelegen.Die DUH konnte das Gericht davon überzeugen, dass bereits Wochen vor der  Veröffentlichung der beanstandeten Anzeigen die Emissions- und Spritverbrauchswerte auch der AMG S-Klassen Modelle bereits festgestanden hatten und von Daimler hätten veröffentlicht werden können. Als sei die Sache damit ausgestanden, setzte der Autokonzern zudem seine Kampagne mit großflächigen Anzeigen unverändert fort. Daraufhin stellte die DUH beim Landgericht Stuttgart den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung, dem nun stattgegeben wurde. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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