Drachen-Europameisterschaft: Lars Hendriksen siegt nach Aufholjagd

1. April 2014

Picture

Der erste Titel der Drachen-Saison ist vergeben - und es wurde gleich ein Herzschlagfinale. Bei der Europameisterschaft in San Remo mit BMW als „Official Partner" hat sich der Däne Lars Hendriksen mit seinen Vorschotern Anders Bagger (DEN) und Frithjof Kleen (GER) den Titel gesichert. In der abschließenden Wettfahrt genügte Hendriksen ein 13. Platz, um BMW Yachtsport Botschafter Markus Wieser um zwei Zähler hinter sich zu lassen. Das abschließende sechste Rennen wurde bei Sonnenschein, großen Wellen und mehr als 20 Knoten ausgetragen - und entwickelte sich zu einem echten Krimi.

Vier Teams hatten noch reelle Titelchancen. Neben Wieser und Hendriksen durften sich der ehemalige Drachen-Weltmeister Malte Philipp (GER) sowie der ehemalige 470er-Olympiasieger Jevgenij Braslavets (UKR) Hoffnungen auf den EM-Titel machen. Philipp und Braslavets büßten ihre Siegchancen jeweils nach Strafkringeln ein, und auch Hendriksen schien bereits abgeschlagen, nachdem der Berliner Kleen bei einer Wende über Bord gegangen war. Wieser und seine Crew hatten ausreichend Boote zwischen sich und den Dänen gebracht, entschieden sich gegen die Matchracing-Taktik des Abdeckens und segelten auf Rang zehn ins Ziel. Hendriksen (28 Punkte) aber überholte auf der letzten Kreuz Boot um Boot und entriss Wieser (30 Punkte) noch den sicher geglaubten EM-Sieg. Bronze ging an Braslavets (33 Punkte).

„In San Remo war ein extrem starkes Feld mit 84 Teilnehmern aus 23 Nationen am Start", sagte Wieser. „Am Ende haben wir es selber verbockt. Wir waren auf Titelkurs - bis kurz vorm Ziel. Im Verlauf des letzten Rennens waren alle unsere direkten Gegner eigentlich bereits aus dem Spiel. Doch der spätere Europameister Lars Hendriksen konnte von Platz 35 noch auf 13 vorfahren und uns den Titel im letzten Moment vor der Nase wegschnappen - uns fehlten nur zwei Plätze. Wir sind trotzdem zufrieden und werden beim International Dragon Gold Cup in Medemblik zurückschlagen."

Die Corinthian-Wertung gewann die italienische Crew von Steuermann Nando Colaninno vor dem Norweger Martin Palson und Sergiy Pichugin aus der Ukraine. Ebenso wie das Team des neuen Europameisters erhielt Colaninnos Team als Sonderpreis ein BMW M Intensive Training. Am Steuer eines BMW M4 geht es für die Drachen-Segler auf einer hochkarätigen Rennstrecke wie dem Nürburg-, Salzburg- oder Hockenheimring ans Limit. Die kontinentale Meisterschaft war der Auftakt zu einer Reihe hochklassiger Drachen-Regatten, die BMW auch in diesem Jahr unterstützt. Dazu zählen der BMW Dragon Grand Prix Germany (15.-18. Juni, Kühlungsborn, GER), der International Dragon Gold Cup (05.-12. September, Medemblik, NED), der Hans-Detmar Wagner Cup (09.-12. Oktober, Torbole, ITA) und Dragon Saint Tropez (15.-18. Oktober, Saint Tropez, FRA). (dpp-AutoReporter)

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: