DTM-Fans sind nach dem Wasserflaschen-Eklat sauer

16. Juli 2013


Audi hat den langersehnten DTM-Heimsieg am Norisring –vorläufig – wieder verloren, da die Sportkommissare des Deutschen Motorsport Bundes mehr als fünf Stunden nach der Zieldurchfahrt Sieger Mattias Ekström wegen eines Regelverstoßes nach dem Rennen disqualifizierte.Audi hat inzwischen fristgerecht eine Berufung gegen die Disqualifikation eingelegt und will sich wegen des schwebenden Verfahrens nicht näher zu den Vorwürfen äußern. Doch für sehr viele DTM-Fans ist die Sache klar – auf der Facebook-Seite der DTM lassen sie ihre teils heftige Wut über die Entscheidung freien Lauf. „Lächerlich“, „ein Witz“, eine „Farce“ sind seit Sonntagabend viel genutzte Schlagworte. Und bei Motorsport-Magazin.com macht auch der ehemalige Formel-1-Pilot Timo Glock aus seiner Meinung kein Hehl: „Wenn die DTM nicht aufpasst, fängt man an, sich lächerlich zu machen.“Ganz so einfach liegen die Dinge aber nicht, denn Matthias Ekström wird eben ein Verstoß gegen die Parc-fermé-Bestimmungen vorgeworfen, da Ekströms Vater und ein Teammitglied den Schweden beim gemeinsamen Jubel mit Wasser übergossen haben und davon etwas in die Taschen des Rennanzugs gelaufen sein soll. Klingt nicht nach aufregend, ist aber eben ein Regelbruch, da das Gewicht von Auto und Fahrer (ein Mindestgewicht darf nicht unterschritten werden) vor dem Wiegen nicht verändert werden darf.Die Frage bleibt aber, wer denn nun ganz genau gesehen hat, dass das Wasser in den Rennanzug von Ekström lief. War es einer der Rennkommissare, ein Mitglied eines anderen Teams? Da halten sich vorerst alle bedeckt. Und der Schwebezustand wird noch länger anhalten, da die endgültige Entscheidung nach einer Verhandlung noch Wochen dauern kann. Was zumindest aus PR-Sicht dem Deutschen Motorsport-Bund nicht zur Ehre gereicht. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)

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