DTM: Zwei Audi-Piloten beim Deutschland-Finale auf dem Podium

18. Oktober 2010

Vor 140.000 Zuschauern hat Audi am Wochenende beim Deutschland-Finale der DTM auf dem Hockenheimring zwei Piloten auf das Podium gebracht. Timo Scheider erzielte mit Platz zwei sein bestes Saisonergebnis. Mike Rockenfeller gelang in seinem 40. DTM-Rennen zum zweiten Mal in seiner Karriere ein Podiumsergebnis.

Von der Poleposition aus lag Timo Scheider lange Zeit in Führung. Erst in der Schlussphase verlor er das Fernduell gegen Paul Di Resta, der mit einer anderen Strategie unterwegs war und nach einem späten zweiten Boxenstopp vor ihm zurück auf die Strecke kam. Da Di Resta die frischeren Reifen hatte, konnte Scheider nicht mehr kontern und erhielt vom Audi Sport Team Abt Sportsline die Anweisung, die Reifen zu schonen und Platz zwei zu sichern.

Mike Rockenfeller war in Hockenheim der mit Abstand stärkste Fahrer eines 2008er-Fahrzeugs und für das Audi Sport Team Phoenix und holte mit Platz drei das erste Podiumsergebnis der Saison. In den ersten Runden hielt er dem Druck von Gary Paffett stand, der die beiden letzten Hockenheim-Rennen gewonnen hatte. Nach seinem ersten Boxenstopp konnte sich der Deutsche sukzessive vom ehemaligen DTM-Champion absetzen und sich ein Polster von mehr als fünf Sekunden erarbeiten. „Mein Auto war das ganze Wochenende richtig gut“, schwärmte Rockenfeller. „Im Rennen lief es vor allem mit frischen Reifen perfekt. Nur gegen Mitte meiner Stints bekam ich etwas Übersteuern.“

Martin Tomczyk und Oliver Jarvis machten in den letzten Runden Jagd auf Gary Paffett, konnten den Briten jedoch nicht mehr von Platz vier verdrängen. „Nach meiner ersten Attacke hatte ich Pick-up auf den Reifen“, berichtete Tomczyk, der knapp vor Jarvis den fünften Platz belegte.

Nach einer Massenkarambolage in der ersten Runde kam beim Deutschland-Finale nur die Hälfte der 18 gestarteten Fahrzeuge ins Ziel. Für Markus Winkelhock und Katherine Legge (beide Audi Sport Team Rosberg) war das Rennen in der neuen Kurzanbindung am Ende der „Parabolika“ ebenso schnell beendet wie für Miguel Molina, den besten Neuling der DTM 2010. Auch Mattias Ekström wurde in die Massenkarambolage verwickelte. Der Schwede konnte mit seinem beschädigten A4 DTM zunächst weiterfahren, musste nach zwei außerplanmäßigen Boxenstopps jedoch in Runde acht mit einem Defekt an der rechten Hinterradaufhängung aufgeben. Ekström war vor dem Rennen in Hockenheim der letzte Audi-Pilot, der noch Chancen auf den DTM-Titel hatte.

„Dass es ‚Eki’ gleich in der ersten Runde erwischt hat, war natürlich schade für uns und die Fans“, sagte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Damit wird der Titel erstmals seit 2006 an einen Mercedes-Fahrer gehen. Glückwunsch nach Stuttgart!“ Ullrich sieht die Niederlage nach drei Triumphen in Folge aber nicht als Schande. Schließlich sei das Niveau in der DTM extrem hoch. (Auto-Reporter.NET/arie)

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