DUH-Dienstwagen-Check: Nur fünf Unternehmen fahren mit gutem Beispiel voran

19. Juli 2013


Die Klimafreundlichkeit der Dienstwagenflotten großer börsennotierter und mittelständischer Unternehmen verbessert sich allenfalls im Schneckentempo. Das ist das Ergebnis der vierten Abfrage der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) unter insgesamt 166 Firmen.Trotz einer gegenüber den Vorjahren leichten Verschärfung des Bewertungsmaßstabs hielten sich drei „Testsieger“ des letzten Jahres – Kaiser´s Tengelmann, Phoenix Solar AG und Tchibo – weiter auf den ersten Plätzen. Auch die Pfeiffer Vacuum GmbH und die SMA Solar Technology GmbH konnten in diesem Jahr mit verbesserten Werten überzeugen und erhalten dafür die „Grüne Karte“ für ernsthaftes Klimabewusstsein. Ein wachsendes Mittelfeld von insgesamt zwanzig Firmen erhält für deutlich erkennbares, aber noch nicht ausreichendes, Engagement die „Gelbe Karte“. Als erfreulich bewertet die DUH eine insgesamt sichtbare Verbesserung der durchschnittlichen Flottenwerte der auskunftsbereiten Unternehmen. Immerhin zwölf dieser Firmenflotten halten mittlerweile das EU-Ziel eines CO2-Ausstoßes von 130 Gramm pro Kilometer (g CO2/km) für das Jahr 2012 ein oder liegen sogar deutlich darunter. Im letzten Jahr gelang dies nur acht der befragten Unternehmen.Trotzdem bleibt angesichts der ermittelten Ergebnisse nach Überzeugung der DUH noch viel Luft nach oben. Während der durchschnittliche Emissionswert bei den Firmenflotten mit 142 g CO2/km in diesem Jahr (2012: 147 g; 2011: 156 g) weiter sinkt, stagnieren die Werte bei den Limousinen der Vorstandsvorsitzenden bei einem Durchschnittswert von 186 g CO2/km. Die Dienstwagen-Emissionen machen in der Regel nur einen kleinen Anteil an den gesamten Umweltauswirkungen von Unternehmen aus. Überaus wichtig ist der Verzicht auf übermotorisierte Spritschlucker nach Überzeugung der DUH jedoch wegen weitreichender Signalwirkungen auf den gesamten Fahrzeugmarkt. Denn über 60 Prozent aller Neuzulassungen in Deutschland sind heute gewerblich, in der oberen Mittelklasse und der Oberklasse sind sogar 80 bis 85% der Neufahrzeuge in gewerblicher Hand.  Enttäuschend beim diesjährigen DUH-Dienstwagen-Check bleibt vor allem die insgesamt unterentwickelte Auskunftsfreudigkeit der Unternehmen. Von den 166 Befragten beantwortete nur knapp ein Drittel wenigstens einen Teil der DUH-Fragen. Nähere Angaben zu den Limousinen der Unternehmensleitung machten sogar nur 36 Unternehmen. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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