Ein Drittel aller Kinder im Auto nicht richtig gesichert

29. Oktober 2011


Täglich werden hierzulande Zehntausende von Kindern ungesichert im Auto der Eltern zur Schule oder zum Kindergarten gefahren. Eine aktuelle Stichprobe des ADAC bei 1.569 Fahrzeugen zeigt, dass fast ein Drittel der Schüler zwischen sechs und zwölf Jahren nicht vorschriftsmäßig im Auto gesichert sind. Besonders erschreckend: Fünf Prozent der Kinder waren gar nicht angegurtet, 20 Prozent saßen nicht in einem der für diese Altersgruppe erforderlichen Sitz. Dabei kann eine Vollbremsung bei falsch gesicherten Kindern zu schwersten Verletzungen führen. Kontrolliert wurden 2.325 Kinder vor Schulen und Kindergärten in elf Bundesländern. Dabei wurden über 700 Kinder unter sechs Jahren sowie 1.610 Schüler von sechs bis zwölf Jahren erfasst.Grob fahrlässig handeln viele Eltern beim Transport von Kleinkindern, so der Klub. 28 Prozent der unter 6-Jährigen waren nicht ordentlich gesichert, drei Prozent waren nur mit dem Erwachsenengurt angeschnallt und weitere drei Prozent saßen sogar ohne jede Sicherung im Auto. Zwölf Prozent der Kleinen saßen zwar im richtigen Kindersitz, waren jedoch durch falsche Gurtführung oder andere Fehler bei der Bedienung erheblichen Gefahren ausgesetzt. Auch den häufigen Einsatz von Sitzerhöhern bemängelte der Klub. Immerhin saßen sechs Prozent der Kleinkinder auf einem für sie noch gar nicht zugelassenen Sitz. Sitzerhöher genügen zwar ab einem Körpergewicht von 15 Kilogramm den gesetzlichen Vorschriften, bieten jedoch keinerlei Seitenschutz und seien daher nicht zu empfehlen.Angesichts dieser Ergebnisse sind nach Ansicht des ADAC verstärkte Kontrollen vor Kindergärten und Schulen nötig. Können sich Kinder bereits selbständig anschnallen, sollten Eltern das richtige Anlegen des Gurtes überprüfen. (Auto-Reporter.NET/sr)
      

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