Ein Landwirt muss den Wirtschaftsweg nicht sauber halten

17. März 2014

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Auf Wirtschaftswegen ("Feldwegen"), die ausschließlich von landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren werden, müssen Fußgänger mit Ernteabfällen rechnen. Der Landwirt ist nicht verpflichtet, den Weg von ortsüblichen - auch starken - Verschmutzungen freizuhalten. Rutscht eine Spaziergängerin auf Rapssamen aus, so kann sie nicht von dem Landwirt, von dem sie vermutet, er habe die Verschmutzung zu verantworten, Schadenersatz und Schmerzensgeld verlangen, wenn sie sich eine Hand und den Beckenring bricht.

Unabhängig davon, dass hier nicht mit abschließender Sicherheit festgestellt werden konnte, ob der beklagte Bauer die Verunreinigung hinterlassen hatte, sei eine Schadenersatzzahlung deswegen ausgeschlossen, weil in ländlicher Gegend schlicht und einfach mit Verschmutzungen zu rechnen sei. Insbesondere scheiterte die Frau hier auch daran, dass die Rapssamen auf einer Fläche von rund 2 Quadratmetern sehr gut zu erkennen waren. (LG Coburg, 22 O 169/13) Wolfgang Büser/ dpp-AutoReporter

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