Energiemanagement für innovative Antriebskonzepte

11. Juli 2013


Ob Start-Stopp-System oder Plug-in-Hybrid: Der Herxheimer Spezialist bietet passgenaue Elektronik-Lösungen für unterschiedliche Fahrzeugtopologien. In Frankfurt zeigt das Unternehmen mit dem Starter Current Control-Modul sowie dem 3 kW-Spannungswandler seine jüngsten Innovationen für aktuelle Mobilitätskonzepte.Eine besondere Herausforderung beim Einsatz von Start-Stopp-Systemen in Fahrzeugen sind auftretende Lastspitzen, die von der Starterbatterie nicht abgedeckt werden können. Auf der IAA zeigt Eberspächer Controls ein neu entwickeltes SCC-Modul (Starter Current Control) zum Schutz der Starterbatterie beim Wiederanlassen des Motors. Die kompakte, auf Leistungshalbleiter aufgebaute SCC-Komponente wird direkt an der Polklemme fixiert und begrenzt so auftretende Stromschwankungen. SCC sorgt damit für eine gleichmäßige Belastung und verhindert effektiv eine Bordnetz-Unterspannung – Resets der Bordsteuergeräte werden so zuverlässig vermieden. Dank der innovativen Komponente erübrigt sich die einmalig nutzbare Pyrofuse, die bislang im Crash-Fall die Starterbatterie vom Bordnetz trennte. Das rein elektrische SCC-Modul ist in der Lage, diese Sicherungsfunktion reversibel zu erfüllen.Für Plug-in-Hybride, die über ein mehrstufiges Bordnetz mit 12 und 48 Volt und über mehrere Energiespeicher verfügen, präsentiert Eberspächer einen 3 kW-Wandler. Dieser liefert die erforderliche Leistung für 48 Volt-Hochleistungsverbraucher – wie elektrische Turbos und Bremskraftverstärker oder auch Lenkungen (EPS). Die Transformation von 12 auf 48 Volt reduziert die Stromaufnahme bei gleicher Leistung und entlastet damit das konventionelle 12-Volt-Bordnetz. Dabei bleibt die Spannung in beiden Netzen stabil und die zur Pufferung der Rekuperationsenergie genutzten Speicher werden geschont. Dies ist insbesondere beim Einsatz von Start-Stopp- sowie Segel-Systemen relevant, wie das Beispiel des Bremskraftverstärkers zeigt: Im Start-Stopp-Betrieb bei ausgeschaltetem Motor sind Generator und Vakuumpumpe inaktiv. Für den erforderlichen Unterdruck sorgt dann der elektrische Bremskraftverstärker, der seine Leistung mittels 3 kW-Spannungswandler aus der 48-Volt Ebene bezieht. So unterstützt derNach der Premiere 2011 präsentiert Eberspächer Controls auf der IAA 2013 nun die zweite Generation seines Steuergerätes zur elektrotransparenten Verglasung. Legt man an hierfür geeignete Gläser eine Spannung an, werden sie transparent. Ohne Spannung blockieren die eingelagerten Teilchen den Lichteinfall, was den Innenraum beschattet und die Klimaanlage entlastet. Wurde bei der ersten Generation nur das Dachfenster auf Knopfdruck hell oder dunkel, so ist dies nun – dank der Trennung von Steuergerät und Transformatormodul – auch bei Heck- und Seitenscheiben möglich. Die dafür notwendige Hochvoltgenerierung erfolgt direkt am Glas. Der Vorteil: Zwischen Steuergerät und Glas müssen keine Hochvoltleitungen verlegt werden. Das erleichtert die Integration ins Fahrzeug und senkt die Systemkosten, speziell wenn mehrere Scheiben angesteuert werden sollen. Mit der Active Windshield Heater Control bietet das Unternehmen jetzt noch ein weiteres Produkt im Bereich elektroaktiver Gläser. Das Steuergerät stellt die erforderliche Leistung bereit, um die gesamte Glasfläche von beheizbaren Frontscheiben effektiv und effizient zu erwärmen. Dabei können nicht nur herkömmliche Filamentheizungen, sondern auch durchgängige Flächenheizungen betrieben werden. Dies ermöglicht ein rasches Entfernen von Betauungsbeschlag (Defog-Funktion) und kann in Kombination mit PTC-Zuheizern bei der Entfrostung (Defrost-Funktion) helfen. (Auto-Reporter.NET)

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