Erneuter Fall von illegalem Welpenhandel von der Polizei aufgedeckt

15. Juli 2013


Am vergangenen Samstag entdeckte die Polizei bei einer Routinekontrolle auf der A70 bei Schweinfurt 78 Hundewelpen verschiedenster Rassen. Die erst vier bis acht Wochen alten Tiere waren im Kofferraum zusammengepfercht und sollten in Belgien weiter verkauft werden. Der 55-jährige Fahrer aus Tschechien hatte keine Genehmigung für den qualvollen Transport. Die Hundewelpen wurden beschlagnahmt und in einem Tierheim untergebracht, der Fahrer nach Hinterlegung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. Dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt, weiß die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN.Das Geschäft mit den Rassewelpen blüht. Billigst und unter katastrophalen Zuständen in Osteuropa in Massen „produziert“, werden die Hundebabys zu Abnehmern in ganz Europa gekarrt. Zu früh von ihren Müttern getrennt und meistens ungeimpft, sterben viele der Tiere bereits nach kurzer Zeit. Doch dieser Ausfall ist einkalkuliert und wird durch die immensen Gewinnspannen wieder ausgeglichen.Über Internet- oder Zeitungsinserate können Interessenten jede Hunderasse inklusive der meist gefälschten Impfpässe zu vermeintlichen Schnäppchenpreis erwerben. Geschönte Angaben und Fotos täuschen darüber hinweg, dass es sich bei den Welpen in der Regel um kranke und traumatisierte Tiere handelt.Die Mütter solcher Welpen sind nichts anderes als reine „Gebärmaschinen“, so Birgitt Thiesmann, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN. „Oftmals selbst krank und völlig ausgelaugt, können sie ihren Jungen weder Gesundheit noch Geborgenheit schenken. Körperliche und seelische Folgen sind damit schon vorprogrammiert.“ Kein Wunder also, dass die Kosten für den Tierarzt schnell den Kaufpreis für einen „Billig-Welpen“ übersteigen. „Die Rechnung des Käufers Geld zu sparen, geht also nicht auf“, sagt Thiesmann.Um den illegalen Welpenhandel zu stoppen, fordert VIER PFOTEN schon seit langem eine EU-weite Chip- und Registrierungspflicht. „So würden die Welpen, aber auch die Käufer geschützt“, erklärt Birgitt Thiesmann. Mithilfe der internationalen Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel verfolgt VIER PFOTEN das Ziel, durch Aufklärung der Bevölkerung sowie durch politische Forderungen die kriminelle Vorgehensweise der Hundehändler zu unterbinden. Auch die Bundestierärztekammer, Prominente, Tierärzte und Betroffene unterstützen die VIER PFOTEN-Kampagne. „Der aktuelle Vorfall bei Schweinfurt zeigt einmal mehr, wie groß der Handlungsbedarf für eine Chip- und Registrierungspflicht ist“, so Birgitt Thiesmann von VIER PFOTEN.Weitere Informationen auf www.vier-pfoten.de/kampagnen/heimtiere/welpenhandel. (Auto-Reporter.NET)
   

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