Erstklässler: Kleine Leute mit großen Aufgaben jetzt unter uns

29. Juli 2010

In einigen Bundesländern enden die Sommerferien, und für zahlreiche Knirpse beginnt damit der „Ernst des Lebens“. Erwartungsfroh machen sie sich jetzt auf ihren täglichen Weg zur Schule und sind in Gedenken bei ihren neuen Freunden und dem ungewohnten Umfeld. Der Schulweg wird dabei zum gefährlichen Pflaster. Für Autofahrer heißt es jetzt, vor allem in der Nähe von Schulen und Wohngebieten besonders auf kleine Leute mit großen Aufgaben zu achten.

Wenn in den Bundesländern Niedersachsen (4.8.), Sachsen (6.8.), Sachsen-Anhalt (4.8.) und Thüringen (4.8.) jetzt die Ferien zu Ende gehen, mischen sich unter die „erfahrenen“ Schulkinder auch Erstklässler, und deren Weg zur Schule ist durchaus mit Gefahren verbunden. Sie kennen die Verkehrsregeln noch nicht so gut und lassen sich leicht ablenken. Im Straßenverkehr bewegen sich die Kinder noch unsicher, und beim Überqueren der Straße können sie Entfernungen und Geschwindigkeiten eines Fahrzeugs nicht richtig einschätzen. Auch ist es ABC-Schützen nicht möglich, über Autos hinwegzuschauen, drohende Gefahren werden von ihnen häufig zu spät erkannt. Daher kommt es immer wieder zu schweren Unfällen auf dem Schulweg. Viele davon ließen sich ganz einfach vermeiden.

Aus aktuellem Anlass legt der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung Autofahrern ans Herz: Runter vom Gas und jederzeit bremsbereit sein! Dabei helfen einfache Regeln, den Schulweg nicht zum Gefahrenweg werden zu lassen:

So sollten Schulanfänger den Schulweg schon vor der Einschulung in Begleitung der Eltern kennenlernen. Bei einer gemeinsamen Erforschung der Strecke können die Eltern mit den Kindern riskante Punkte besprechen und entschärfen.

Ein Rollentausch kann sinnvoll sein. Lassen Sie sich den Schulweg einmal von Ihrem Kind erklären. So erkennt es Gefahrenstellen häufig selbst.

Dass der kürzeste Schulweg nicht immer der sicherste ist, ist bekannt. Dennoch wählt man oft den bequemen Weg. Nur der Weg sollte zur Schule führen, der möglichst wenige Verkehrskreuzungen und schlecht einsehbare Ausfahrten hat.

Nach einiger Zeit wählen Kinder häufig eine andere als die vereinbarte Strecke, deshalb ist der Schulweg der Kinder von Zeit zu Zeit zu kontrollieren.

Lassen Sie vor dem Schulbeginn keine Hektik aufkommen. Wer morgens früher aufsteht, kann den Tag ruhiger beginnen. Kinder, die in Zeitnot zur Schule hasten, sind unachtsam und machen Fehler im Straßenverkehr.

Lebenswichtig sind auch Kleidung und Ausrüstung. Leuchtstreifen, helle Farben von Kleidung und Tornister, aber auch rote Kappen sorgen für mehr Sicherheit.

Wenn die Schule weiter entfernt ist und Fahrgemeinschaften gebildet werden, muss in jedem Fahrzeug für jedes Kind ein entsprechender Kindersitz vorhanden sein. Und dabei muss das Kind auch auf Kurzstrecken richtig gesichert sein.

Bis zum achten oder neunten Lebensjahr sind Kinder überfordert, wenn sie mit dem Rad zur Schule fahren müssen. Lässt sich das aber nicht vermeiden, sollte die Strecke schon lange vor dem eigentlichen Schulstart eingeübt werden.

Und noch einen Rat geben die GTÜ-Experten den Eltern mit auf den Weg: „Schüren Sie keine unnötigen Ängste!“ Statt ständiger Ermahnungen verstärke vielmehr ein Lob das richtige Verhalten der Kinder. (Auto-Reporter.NET/arie)

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