Es muss nicht immer ein Hybrid sein

25. November 2010


Wer sparsam fahren möchte, der muss bei Lexus – der Premium-Marke aus dem Hause Toyota – nicht immer mit dem Hybridantrieb unterwegs sein. Im Gegensatz zum neuen CT 200h, der Ende März 2011 auf den deutschen Markt kommen wird, bietet Lexus jetzt innerhalb der IS-Baureihe auch einen „kleinen“ Dieselmotor an. Der neue IS 200d leistet 150 PS/110 kW und ist mit 31.960 Euro derzeit die günstige Variante in die Lexus-Welt einzusteigen. Der IS 200d hat ebenso wie der IS 220d (177 PS/130 kW) einen 2,2-Liter Vierzylinder Common Rail-Turbodiesel unter der Motorhaube, der mit einem Verbrauch von 5,1 Liter auf 100 km besonders sparsam sein soll. Die Preisdifferenz zwischen dem IS 200d und IS 220d beträgt 2.900 Euro.

Die Kraft des Dieselmotors wird über ein Sechsganggetriebe auf die Hinterräder übertragen – ein Automatikgetriebe gibt es für den IS 200d nicht. Mit einem Drehmoment von 340 Nm ab 2000 Umdrehungen pro Minute bietet der „kleine“ Diesel im IS eine ordentliche Leistungsentfaltung und mit eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h ist der IS 200d auch flott unterwegs. Der Lexus IS ist die einzige Baureihe, die nicht mit einem Hybridantrieb angeboten wird. Neben den beiden Diesel steht ein V6-Direkteinspritzer mit 2,5-Liter Hubraum (208 PS/153 kW) zur Wahl, die mit den Ausstattungen Executive (plus 3.180 Euro), Luxury (7.230 Euro) und F-Sport (6.040 Euro) kombiniert werden können.

Die Tage des konventionellen Antrieb scheinen bei Lexus gezählt zu sein. In Zukunft will die japanische Nobelmarke nur noch neue Modelle mit Hybridantrieb auf den Markt bringen. Der CT 200h (28.900 Euro), ein Modell der so genannte Golf-Klasse, will als Voll-Hybridantrieb und einer gesamten Systemsleistung von 136 PS (100 kW) überzeugen – die Technik wurde aus dem neuen Toyota Prius übernommen. Neben dem CT gibt es den GS ausschließlich als Hybridmodell, der GS 450H (345 PS/254 kW) kostet 60.810 Euro. Dagegen kann der Kunde beim großen LS und beim RX neben dem Hybridantrieb auch einen konventionellen Motor wählen. Und innerhalb der RX-Baureihe scheint die Akzeptanz zu Gunsten des Hybridantriebs aufzugehen: Knapp 90 Prozent der deutschen RX-Kunden wählen den RX 450h.

Lexus wird in Deutschland das laufende Jahr mit knapp 2.000 verkauften Autos abschließen (2009: war es 2.100 Einheiten). Als Nischenanbieter setzt aber auch Lexus auf Wachstum, das mit dem neuen CT 200h im nächsten Jahr erzielt werden soll. Hier ist zu hören, dass der Importeur eine Verdoppelung des Gesamtabsatzes anstrebt. Nach dem RX mit einem Anteil von 50 Prozent folgt schon der IS mit 35 Prozent. Insbesondere vom neuen IS 200d verspricht sich Lexus eine gute Akzeptanz. Ob allerdings die Entscheidung den CT nur als 200h auf den Markt zubringen richtig ist, muss sich erst noch zeigen. Gerade in dieser heiß umkämpften Klasse, in der Lexus mit dem CT antritt, ist der Dieselmotor ein Volumenträger.

Dass es aber nicht immer ein Hybrid sein muss, zeigt nun der IS 200d, der nicht nur sparsam mit dem Kraftstoff umgeht sondern auch mit dynamischen Fahrleistungen glänzen kann. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)
      

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