Fast jeder zweite neue Pkw weltweit mit ESP

26. März 2014

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100 Millionen ESP-Systeme hat Bosch seit Serienstart 1995 gefertigt - und damit einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit im Straßenverkehr geleistet. Insbesondere auf glatten Straßen, aber auch bei zu schnell angefahrenen Kurven, hält das Elektronische Stabilitäts-Programm Fahrzeuge sicherer in der Spur und verhindert gerade die oftmals besonders schwer verlaufenden Schleuderunfälle. „ESP hat in den vergangenen Jahren nachweislich viele Leben gerettet", fasst Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control, das Ergebnis vieler Wirksamkeitsstudien zusammen. „Darüber hinaus ist ESP ein wichtiger Baustein für leistungsfähige Assistenzfunktionen und das automatisierte Fahren." Bosch hat den Schleuderschutz entwickelt und als weltweit erstes Unternehmen 1995 in Serie gebracht.

ESP wird zur Serienausstattung
ESP ist nach dem Gurt das wichtigste Sicherheitssystem im Auto. Untersuchungen zufolge kann es bis zu 80 Prozent aller Schleuderunfälle verhindern. Eine detaillierte Auswertung der umfangreichen Daten der GIDAS-Unfalldatenbank zeigt, dass allein 2011 in Deutschland 540 Menschenleben durch ESP gerettet werden konnten. In diesem Jahr hatten bereits 60 Prozent aller Autos den Schutzengel an Bord. Immer mehr Länder schreiben daher dessen Serieneinsatz in allen Neufahrzeugen vor. In Europa gilt dies bereits für alle Fahrzeuge, deren Typzulassung nach dem Oktober 2011 erfolgt ist. Ab November 2014 ist die Suche in der Optionsliste gar nicht mehr erforderlich. Ab diesem Datum ist ESP in allen EU-Neufahrzeugen Serienausstattung. Bereits heute sind 78 Prozent aller neu produzierten Pkw und leichten Nutzfahrzeuge in Europa mit ESP ausgerüstet. Eine verpflichtende Ausstattung aller Fahrzeuge bis 4,5 Tonnen gilt bereits in den USA.

In Australien und Israel ist ESP ebenso vorgeschrieben. In Japan, Korea, Russland und der Türkei greifen entsprechende Regelungen in den kommenden Jahren. Weltweit werden derzeit 55 Prozent aller Pkw und leichten Nutzfahrzeuge mit ESP ausgerüstet, selbst in China läuft bereits fast jeder vierte neue Pkw mit ESP vom Band. Die steigende Verbreitung des Sicherheitssystems zeigt auch ein Blick auf die Produktionszahlen. So hat Bosch seit dem Produktionsstart 1995 bis 2010 insgesamt 50 Millionen ESP-Systeme gefertigt. In nur vier Jahren hat sich diese Zahl nun verdoppelt. „Seit 2010 fertigen wir weltweit pro Jahr mehr ESP-Systeme als das altbekannte Antiblockiersystem ABS", so Steiger. Fertigungsstätten dafür betreibt das Technologieunternehmen aktuell in Deutschland, Frankreich, den USA, Japan, China, Indien und Brasilien. (dpp-AutoReporter)

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