Ford Fiesta-Produktion bleibt in Köln

10. Juni 2014

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Erleichterung unter den Mitarbeiter der Ford-Werke in Köln-Niehl: Ford setzt weiter auf den Produktionsstandort Deutschland und belässt die Produktion des Bestsellers Fiesta in Köln - als einzigem europäischen Standort. Das teilten der Vorsitzende des Geschäftsführung Ford-Werke GmbH, Bernhard Mattes und die IG Metall nach „schwierigen und langen Verhandlungen" mit. Die neue Investitionssicherungsvereinbarung tritt zum Januar 2017 in Kraft und schließt betriebsbedingte Kündigungen bis 2021 aus. Damit verlängert Ford die Beschäftigungsgarantie für die mehr als 24.000 Mitarbeiter in Köln und Saarlouis (Produktion der Focus und C-Max) um fünf Jahre bis einschließlich 2021.

Der amerikanische Mutterkonzern setzt durch diese Entscheidungen Befürchtungen ein Ende, dass der Fiesta in einem Billiglohnland gebaut werden solle - erwartet aber auch, dass zwischen 2017 und 2021 insgesamt 400 Millionen US-Dollar eingespart werden. Dazu kündigte Ford an, bisher noch externe Leistungen vermehrt selbst ausführen zu wollen, um auch kommende Fiesta-Modellgeneration international wettbewerbsfähig anbieten zu können. Weitere Sparansatz: flexiblere Arbeitszeiten und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz: Die Kölner Ford-Fertigung soll beginnend mit dem Start der neunten Generation des Ford Fiesta in zwei Schichten arbeiten und die Nachtschicht überflüssig machen. Bei diesem Zwei-Schichtmodell soll bei veränderter Nachfrage die Produktion flexibel angepasst werden können, so das Unternehmen. Im Motorenwerk des immer stärker nachgefragten 1,0-Liter-EcoBoost-Motors wird eine dritte Schicht eingerichtet, um den Personalüberhang aufzufangen. Künftig wird das Triebwerk ebenfalls für weitere Modelle wie den Ford Mondeo verfügbar sein.

Noch ein Aufatmen am Rhein: das John-Andrews-Entwicklungszentrum im benachbarten Stadtteil Köln-Merkenich wird weiterhin eine Schlüsselrolle für die weltweite Entwicklung aller kleinen Ford-Modelle spielen. Dort sollen noch 2014 rund 500 feste Arbeitsstellen für Ingenieure neu entstehen. (dpp-AutoReporter/wpr)

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