Ford GT ist Technologieträger für künftige Modelle

16. Mai 2017

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Der neue Ford GT-Supersportwagen dient als Technologieträger für
künftige Fahrzeug-Generationen des Ford-Konzerns. „Als wir im Jahr
2013 mit der Arbeit am neuen Ford GT begannen, hatte das Team drei
Ziele", sagt Raj Nair, Executive Vice President, Product
Development and Chief Technical Officer: „Ganz oben stand die
Entwicklung zukunftsweisender Motorentechnologie und Aerodynamik.
Zweitens sollte der Einsatz von Leichtbaumaterialen auf ein neues
Niveau gehoben werden. Und drittens wollten wir die
Dauerbelastbarkeit und die Effizienz der einzelnen Bauteile weiter
steigern. Diese Bemühungen waren erfolgreich und haben unter anderem
zum Sieg des Ford GT-Rennfahrzeugs im vergangenen Jahr bei den 24
Stunden von Le Mans geführt". Gleichzeitig wurden verschiedene,
bis dahin mehr oder weniger unabhängig voneinander arbeitende Teams
im neu gegründeten Unternehmensbereich ‚Ford Performance‘
zusammengeführt.

 

Die Aerodynamik des Ford GT - der cW-Wert beträgt 0,388 - passt
sich dank beweglicher Fahrzeugteile den jeweiligen Anforderungen an.
Dazu zählen beispielsweise Luftleitelemente, die sich adaptiv auf
die Fahrsituation einstellen und ein Heckspoiler mit variablem
Flügel, dessen Design bereits zum Patent angemeldet wurde.

 

Im neuen Ford GT kommen modernste Verbundwerkstoffe und
Kohlefaserteile zum Einsatz. Die Verwendung dieser fortschrittlichen
Leichtbau-Materialien - das Leergewicht des Ford GT beträgt 1385
Kilogramm -, wirkt sich positiv auf alle Fahrdynamik-Bereiche des
High Tech-Sportwagens aus - so zum Beispiel auf die Beschleunigung
(unter drei Sekunden von 0 auf 100 km/h), den Bremsweg (27,7 Meter
von 97 auf 0 km/h), das Handling, den Verbrauch. Hinzu kommt:
Kohlefaser eignet sich trotz ihrer geringen Masse wegen seiner hohen
Steifigkeit hervorragend als tragende Grundstruktur für die
Fahrwerkskomponenten. Ebenfalls aus Karbon ist die
Insassen-Sicherheitszelle.

 

„Alle Entwicklungsziele - sei es in Bezug auf Gewicht,
Aerodynamik, Fahrwerk oder Motor - dienten einem einzigen Zweck: Wir
wollten den schnellsten und effizientesten Ford GT aller Zeiten
schaffen. Diese Vorgaben haben wir erreicht", so Dave Pericak, Chef
des Ford Performance-Teams.

 

In Abhängigkeit vom Fahrmodus - zur Wahl stehen insgesamt fünf -
verändert sich die Bodenfreiheit des Hecktrieblers: entweder 120
Millimeter (Standard) oder 70 Millimeter in den sportlichen
Fahrprogrammen. Zugleich passen sich auch andere Parameter wie zum
Beispiel die Dämpfereinstellung und die Getriebe-Kalibrierung dem
jeweiligen Fahrmodus an. Im ‚Normal‘-Modus beträgt die
Fahrzeughöhe 1109 Millimeter, im ‚Sport‘-Modus sogar nur 1063
Millimeter. Bereits die erste Ford GT-Generation - der Ford GT40, der
von 1966 an vier Jahre in Folge den 24-Stunden-Langstreckenklassiker
von Le Mans gewann - glänzte mit einer Bauhöhe von nur 40 Zoll (sc.
daher die Bezeichnung GT 40; entspricht 1020 Millimeter).

 

Der Ford GT-Fahrer kann zwischen fünf unterschiedlicher Fahrmodi
wählen: von ‚Normal‘ für alltägliches Fahren, ‚Nässe‘ für
schlechtes Wetter und ‚Sport‘ für maximalen Fahrspaß bis hin zu
‚Track‘ für den ultimativen Rennsport sowie ‚V-Max‘ für das
Fahren bis zur Höchstgeschwindigkeit von 347 km/h. Der
EcoBoost-Sechszylindermotor des bislang schnellsten Serienmodells der
Marke mit 3,5 Liter Hubraum und Bi-Turboaufladung mobilisiert schon
in der Straßenversion mehr als 482 kW/650 PS bei 6250/min. Maximales
Drehmoment: 745 Nm bei 5900/min, Vmax: 347 km/h.

 

Das Ford Performance-Team hat außerdem die sogenannte
‚Anti-Lag‘-Technologie zur Turbo-Voraktivierung entwickelt. Sie
sorgtdafür, dass in den besonders dynamischen Fahrmodi die beiden
Verdichterräder der Lader auch ohne Last stets auf einem gewissen
Rotationslevel gehalten werden, so dass die volle Leistung jederzeit
ohne ‚Turboloch‘ abgerufen werden kann. (dpp-AutoReporter/wpr)

 

Die Produktionszahl des Supersportwagens Ford GT wird
voraussichtlich auf 1000 Exemplare begrenzt. Foto:
Ford/dpp-AutoReporter

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