Ford: Schlaglochwarner gegen teure Schäden

19. Juni 2017

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Autofahrer könnten Schäden, verursacht durch Schlaglöcher und
sonstige Straßenschäden, mittels einer fortschrittlichen
Crowdsourcing-Technologie künftig vermeiden: Das Ford Research and
Innovation Center in Aachen experimentiert mit Bordkameras und
Modems, die während der Fahrt detaillierte Informationen über
Schlaglöcher sammeln. Diese virtuellen Schlaglochkarten würden dann
automatisch in eine Daten-Cloud hochgeladen - und können in Echtzeit
auf den Fahrzeugdisplays anderer Autofahrer abgerufen werden. Bei
Bedarf schlägt das System sogar alternative Ausweichstrecken vor.
Diese Technologie, die den Autofahrern und Versicherungen bares Geld
sparen könnte, soll noch im Verlauf dieses Jahres ersten Praxistests
unterzogen werden.

Zum Hintergrund: Kälte, Eis und Schnee sowie der Wechsel von
Frost und Tauwetter setzen dem Straßenbelag zu. Die Folge sind
oftmals tiefe Schlaglöcher, in denen sich bei Regen zudem Wasser
sammelt. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch
gefährlich. Europaweit tragen Schlaglöcher und sonstige
Straßenschäden jedes Jahr zu mehr als einem Drittel aller Unfälle
bei. Alleine im Jahr 2011 wurden in Europa 20 Millionen Schlaglöcher
gemeldet, was nur die ‚Spitze des Eisbergs‘ sein dürfte. Und
lediglich die Hälfte dieser offiziell erfassen Schlaglöcher wurde
nachweislich repariert - die geschätzten Kosten hierfür lagen bei
rund 1,2 Milliarden Euro. Je nach Land verbuchten europäische
Autoversicherungen durchschnittliche Schlaglochschäden an Fahrzeugen
in Höhe von 508 Euro - in Einzelfällen kann es auch wesentlich
teurer werden.

Schon jetzt verwenden Ford-Modelle wie Mondeo, S-Max und Galaxy
Sensoren zur Erfassung von Schlaglöchern, um im Bedarfsfall die
Federung anzupassen, damit Fahrwerksschäden mögliche vermieden
beziehungsweise zumindest reduziert werden.

Ford prüft neue Baureihen bereits im Entwicklungsstadium auf
einer 1,9 Kilometer langen Rüttel- und Holperstrecke auf dem
Testgelände Lommel/B, auf dem einige der schlimmsten
Schlaglochpisten der Welt zu Testzwecken realistisch nachgebildet
wurden. (dpp-AutoReporter/wpr)

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