Ford und Heinz-Ketchup entwickeln Bio-Kunststoff aus Tomaten

13. Juni 2014

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Tomatenschalen im Innenraum eines Autos gelten bisher als wenig erfreulich. Dies könnte sich bald ändern, geht es nach den Ingenieuren der Ford Motor Company und der H.J. Heinz Company - weltbekannt für ihre 57 Ketchup-Variationen. Sie testen die Haltbarkeit von Tomatenfasern aus getrockneten Schalen für den möglichen Einsatz als nachhaltigem Bio-Kunststoff für die Produktion von Kabelhalterungen und Ablagen im Autoinnenraum. Ellen Lee, Plastics Research Technical Specialist, Ford Motor Company sagt: „Wir wollen ein stabiles und leichtes Material zu entwickeln, das die strengen Qualitätsanforderungen in Fahrzeugen erfüllt und gleichzeitig die Umwelt entlastet".

Vor fast zwei Jahren begann eine Zusammenarbeit von Ford mit Unternehmen wie Heinz, Coca-Cola, Nike und Procter & Gamble mit dem gemeinsamen Ziel, einen Kunststoff (PET) auf 100-prozentiger Pflanzenbasis zu entwickeln. Das neuartige Bio-Material soll sich auch für Verpackungszwecke eignen und dank seiner universellen Eigenschaften die Verwendung von Erdöl-basierten Produkten bei der Kunststoffproduktion drastisch reduzieren. Bei der H.J. Heinz Company suchen Forscher nun nach Möglichkeiten, jene Schalen, Stängel und Samen zu nutzen, die bei der Verarbeitung von jährlich mehr als zwei Millionen Tonnen Tomaten anfallen.

Das Thema Recycling ist Teil der globalen Nachhaltigkeitsstrategie von Ford, um den ökologischen Fußabdruck des gesamten Unternehmens spürbar zu verringern - ebenso wie die Entwicklung von Fahrzeugtechnologien zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs weltweit. Alleine in den vergangenen Jahren nahm die Verwendung von Recyclingmetall und Bio-Materialien bei Ford im Rahmen der Fahrzeugfertigung zu. Beispiele hierfür sind zellulosefaserverstärkte Konsolenkomponenten, Kokos-basierte Verbundwerkstoffe, Recycling-Baumwollmaterial für Teppichböden und Sitzbezüge sowie Soja-Schaumstoffe für Sitzpolster und Kopfstützen. (dpp-AutoReporter/wpr)

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