Gesucht wird die Kommune mit dem besten Verkehrskonzept

4. April 2014

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Welche deutschen Städte und Gemeinden verstehen es trotz ständig steigenden Anforderungen am besten, durch gutes Mobilitäts- und Verkehrsmanagement die Lebensqualität ihrer Bürger zu verbessern? So lautet die Kernaufgabe des diesjährigen Städtewettbewerbs, den der ADAC gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) auslobt. Ziel des Wettbewerbs unter dem Motto „Maßnahmen und Konzepte für eine nachhaltige Mobilität in Städten und Gemeinden" ist es, Kommunen dazu anzuregen, verstärkt über Konzepte nachzudenken, diese zu fördern und zu honorieren. Gesucht werden besonders erfolgreiche und innovative Maßnahmen, die sich bereits in der Praxis bewährt haben.

Mobilität ist Voraussetzung für die Teilnahme am täglichen Leben. Laut der Untersuchung „Mobilität in Deutschland" (MID 2008) legen die Deutschen als Fahrer oder Mitfahrer 58 Prozent aller Wege mit einem Pkw zurück. Jeder vierte Weg wird zu Fuß bewältigt und nur jeder zehnte mit dem Fahrrad und im ÖPNV - Tendenz steigend. Negative Seiten der Mobilität zeigen sich vor allem in Ballungsräumen durch Lärm, Stau und Abgase. Deshalb wird Mobilität situationsbedingt sehr unterschiedlich bewertet: Während die Menschen als Anwohner Wert auf Wohn- und Lebensqualität legen, treten sie als Autofahrer oder ÖPNV-Nutzer für gute Verkehrswege und schnelle Anbindungen ein. Kommunen stehen meist vor der Herausforderung, diese unterschiedlichen Interessen zu vereinen.

Die Preise des Städtewettbewerbs werden in vier Kategorien vergeben. Im Aktionsfeld „Mobilität in der Nachbarschaft" geht es etwa um Parkraumkonzepte, Barrierefreiheit oder innovative Fahrradverleihsysteme. Das Aktionsfeld „Mobilität in der Stadt" sucht vorzeigbare Nahverkehrs- oder Radverkehrskonzepte. In der Kategorie „Mobilität zwischen Stadt und Umland" geht es um eine koordinierte Stadt- und Verkehrsplanung, die nicht an den eigenen Gemeindegrenzen endet. Im Aktionsfeld „Gedacht und geplant - aber (noch) nicht realisiert" wird ein Sonderpreis für noch nicht umgesetzte Konzepte ausgelobt. Bewertet werden die Einsendungen von einer Jury aus Verkehrsplanern, kommunalen Vertretern und den Veranstaltern. Die Siegerehrung findet im Herbst 2014 statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.adac.de/stwb. (dpp-AutoReporter)

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