Grundsteinlegung: Audi weitet Engagement in Ungarn aus

8. Juli 2011


Bis 2013 entsteht am Standort von Audi Hungaria neben dem geplanten Karosseriebau, der Lackiererei und der Montage auch ein neues Presswerk, wie bei der Grundsteinlegung für den Ausbau der Automobilfertigung im ungarischen Győr gestern bekannt gegeben wurde. Das Unternehmen will mehr als 900 Millionen Euro in die Werkserweiterung investieren. Mit den erwarteten 300 neuen Arbeitsplätzen werden in den nächsten Jahren insgesamt 2.100 neue Mitarbeiter bei Audi Hungaria in eingestellt werden. „Mit dieser Entscheidung schließen wir die Produktionskette am Standort und können hier künftig unsere Audi-Modelle von der Blechkomponente bis hin zum fertigen Automobil produzieren“, erklärte Audi-Chef Rupert Stadler.

Bereits seit 18 Jahren wird bei Audi Hungaria gefertigt. Neben der bereits bestehenden Motorenfertigung und Fahrzeugmontage entsteht auf dem neu erworbenen, 200 Hektar großen Grundstück in Győr nun eine vollständige Automobilfertigung. Hier wollen die Ingolstädter mit zukunftsweisenden Umwelttechnologien Maßstäbe in puncto Ressourcenschonung setzen, wie Produktionsvorstand und Vorsitzender der Aufsichtskommission der AUDI HUNGARIA MOTOR Kft, Frank Dreves, betonte. So soll beispielsweise in der neuen Lackiererei im Bereich Decklack eine sogenannte Trockenabscheidung mit Umluftbetrieb die Abluftmenge reduzieren. Die CO2-Emissionen lassen sich dort auf diese Weise um bis zu 50 Prozent senken. Geplant ist auch eine innovative Abwasserreinigung, die den Bedarf an Frischwasser deutlich senkt und die Menge an Abwasser und Sonderabfall minimiert.

Die Produktionserweiterung des Werks Győr bedeutet einen enormen Entwicklungsschub für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt des Landes. Als größter Arbeitgeber der Region Győr schafft Audi langfristig 2.100 neue Arbeitsplätze. Damit werden nach dem Werksausbau mehr als 15.000 Menschen in der Region direkt oder indirekt von den Aktivitäten des Unternehmens profitieren.

Mit seinen ieffizienten Motoren liefert Audi Hungaria seit 1993 das Herzstück aller Audi-Modelle. Fünf Jahre später kam die Fahrzeugmontage des Audi TT hinzu. Derzeit werden dort in einer Verbundfertigung mit dem Standort Ingolstadt die Modelle Audi TT Coupé und TT Roadster sowie Audi A3 Cabriolet und RS 3 Sportback montiert. Darüber hinaus kommt ein weiteres A3-Derivat hinzu. Von 2013 an sollen bei Audi Hungaria 125.000 Automobile pro Jahr vom Band rollen. (Auto-Reporter.NET/br)

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