Held der Straße: Aufmerksamer Autofahrer rettet Verletzten

12. Juli 2016

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Als Jan von Handorff am 20. Mai dieses Jahres auf der B214 unterwegs ist, bemerkt er bei Harpendorf im niedersächsischen Landkreis Vechta eine Colaflasche und Erde auf der Fahrbahn. Sein Instinkt alarmiert ihn sofort und nach kurzer Suche entdeckt er in einem schwer einsehbaren Graben einen Verletzten, der aus seinem Kleinwagen geschleudert worden war. Der in Damme wohnende Speditionskaufmann leitet sofort erste Hilfsmaßnahmen ein und wird nun für sein engagiertes Handeln vom Automobilclub von Deutschland (AvD) und von Goodyear zum ‚Held der Straße‘ des Monats Juli gekürt.

Gegen 19.30 Uhr befuhr das Ehepaar Handorff die zu dieser Tageszeit schon relativ einsame B214 im Landkreis Vechta von Holdorf in Richtung Steinfeld. Den 26-Jährigen machte ein merkwürdiges Detail stutzig: Am Rand der Fahrbahn lagen eine gefüllte Brauseflasche und etwas Erde. „Mein Instinkt sagte mir sofort, dass hier irgendwas nicht zusammenpasste", erinnert sich der 26-Jährige. Als er sein Auto wendet, sieht er im dichten Grünstreifen neben der Fahrbahn etwas Blech schimmern. „Das in einem tiefen Graben liegende Fahrzeug war gar nicht so leicht zu entdecken, denn Bremsspuren oder vergleichbare Hinweise waren auf der Straße nicht zu sehen", erläutert der Niedersachse. Als er etwa zehn Meter neben dem stark beschädigten Renault Twingo auch noch einen schwer verletzten jungen Mann liegen sah, handelte er sofort. Augenscheinlich war dieser nicht angeschnallt gewesen und folglich beim Crash aus dem Wagen geschleudert worden. Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Damme handelte der Ersthelfer sofort und übernahm in dieser komplexen Situation die Koordination der Rettungsmaßnahmen.

Zunächst hielt Handorff zwei weitere Autofahrer an, die sich zusammen mit seiner Frau um den Verletzten kümmern sollten. Denn dieser brauchte dringend eine Decke und zudem musste jemand seinen Kopf halten, damit er nicht an seinem eigenen Blut erstickte. Der Speditionskaufmann verständigte den Notruf und übernahm die wichtige Aufgabe, die Unfallstelle abzusichern: Schließlich sollten durch die vorläufigen Hilfsmaßnahmen in der anbrechenden Dunkelheit weder die freiwilligen Helfer noch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Später trafen die Polizei und ein Rettungswagen ein und übernahmen die weitere Versorgung des Unfallopfers.

Für sein Engagement wurde Jan von Handorff nun zum ‚Held der Straße‘ des Monats Juli 2016 gekürt. Neben der Auszeichnung erhielt er eine Jahresmitgliedschaft im AvD, vom Automobilpartner Hyundai vier Eintrittskarten für das Legoland und ein Erste-Hilfe-Set von Goodyear.

Der AvD und Goodyear suchen selbstlose Menschen wie Jan von Handorff. Auf den aus allen Helden des Monats gewählten ‚Held der Straße‘ des Jahres 2016 wartet ein neuer i30 des Automobilpartners Hyundai. Unterstützt wird die Aktion unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt von den Zeitschriften Auto Test und Trucker. (dpp-AutoReporter/wpr)

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