„Held der Straße“ in Berlin ausgezeichnet

15. Dezember 2010


Am Dienstag (14. Dezember) hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer als Schirmherr den diesjährigen Preis „Held der Straße“ in Berlin verliehen. Der gemeinsame Preis von Goodyear und dem Automobilclub von Deutschland ging an den 40-jährigen Shemsi Saliaj aus Lüneburg. Der Berufskraftfahrer hatte einen verunglückten Fahrer aus dessen völlig zerstörtem Wrack gerettet.

Der Lieferwagenfahrer war am 4. März 2010 auf seiner Tour für eine Lüneburger Bäckerei, als er mitten auf der Straße zwischen den Gemeinden Deutsch Evern und Wendisch Evern ein vollkommen zerstörtes Fahrzeug bemerkte. Wie sich später herausstellte, war der 56-jährige Fahrer mit seinem Renault Twingo kurz zuvor rechts von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Saliaj setzte sofort einen Notruf ab und lief zu dem demolierten Wagen, unter dem bereits erste Flammen hervorschlugen. Die Tür des Kleinwagens hatte sich durch die Wucht des Aufpralls verklemmt, doch Saliaj schaffte es, sie unter großer Kraftanstrengung zu öffnen. Während er versuchte, den Verletzten zu befreien, fing auch seine Kleidung Feuer. Er musste zunächst sich selbst löschen, bevor er mit der Rettung fortfahren konnte. Saliaj schaffte es, den Schwerverletzten aus dem Wrack zu retten, ehe dessen Auto vollständig ausbrannte.

Ramsauer lobte die Initiative, den „Helden der Straße“ zu küren. Es sei der Dank an Menschen, die ihre Hilfe, Gesundheit, ja manchmal auch ihr Leben einbrächten, um anderen zu helfen und sie zu retten. Der Minister ermutigte dazu, in gefahrvollen Situationen einzugreifen, zuzupacken und zu helfen.

Dass aus dem „Highway Hero“ nun der „Held der Straße“ geworden ist, geht auf Ramsauers vor einem Jahr gestartete Deutschinitiative zurück, die Anglizismen in dem von ihm verantworteten Bereich verbannen will. (Auto-Reporter.NET/arie)
   

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