Herbstgefahren für Autofahrer

14. Oktober 2013


Wildwechsel, plötzlich auftretender Nebel, nasses Laub auf dem Asphalt – der Herbst ist für Autofahrer eine gefährliche Zeit. Hilfreich für die frühzeitige Umstellung auf herbstliche Wetterbedingungen sind Verkehrssicherheitstrainings: Sie können Autofahrern helfen, sich auf Gefahrensituationen vorzubereiten, wie sie jetzt an der Tagesordnung sind. Vor allem jüngere Autofahrer nutzen diese Möglichkeit gerne: 70 Prozent der unter 30-Jährigen haben bereits ein solches Training absolviert oder planen eine Teilnahme, wie eine im Auftrag von ERGO durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos ergab. „Leider fühlen sich routinierte Fahrer hier oftmals zu sicher“, bedauert Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO: Fast jeder Zweite über 50 lehnt das Trainingsangebot ab, so die Umfrage. Wichtig für die Umstellung von sommerlichen auf herbstliche Straßenverhältnisse sind folgende Maßnahmen: Zum einen eine intakte Beleuchtungsanlage des Fahrzeugs, da die Tage immer kürzer werden. Bei Nebel gilt die Faustregel: Geschwindigkeit gleich Abstand zum Vordermann. Und: Bei plötzlichem Eintauchen in eine Nebelwand keinesfalls scharf bremsen, denn dies gefährdet den nachfolgenden Verkehr! Besondere Vorsicht ist in der Nähe von Waldgebieten angebracht, denn jetzt sind Hirsche und Rehe hier häufiger unterwegs. Vor allem in der späten Morgen- und frühen Abenddämmerung gilt: Mit angepasster Geschwindigkeit, vorausschauend und vorsichtig fahren! Um Wildtiere in der Nacht frühzeitig zu erkennen, empfiehlt Frank Mauelshagen, mit Fernlicht zu fahren. Taucht dann tatsächlich ein Wildtier im Scheinwerferkegel auf, müssen Fahrer schnell handeln. „Sie sollten in diesem Fall sofort abblenden und hupen, um das Tier aus seiner Schreckstarre zu holen und zur Flucht zu bewegen. Eine Vollbremsung ist nur sinnvoll, wenn keine weiteren Fahrzeuge folgen“, warnt der Kfz-Experte von ERGO. Lässt sich ein Zusammenstoß nicht mehr vermeiden, gilt: Lenkrad gut festhalten, bremsen und geradeaus weiterfahren! Wer bei einem verfrühten Wintereinbruch noch mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert bei einem Unfall ein Bußgeld und kann sogar für den Schaden zur Kasse gebeten werden. Denn: Bei grober Fahrlässigkeit kommt die Kfz-Kaskoversicherung nicht für entstandene Schäden auf. Der Tipp des Kfz-Experten: „Unbedingt rechtzeitig Winterreifen aufziehen! Spätestens ab Oktober, beziehungsweise, wenn die Temperaturen dauerhaft unter sieben Grad Celsius sinken, ist es Zeit für die Winterbereifung. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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