Honda-Fahrzeuge E10-tauglich, dennoch ist Vorsicht geboten

16. Dezember 2010


Ab Anfang 2011 werden sogenannte E10-Kraftstoffe neu über das Tankstellennetz vertrieben. Alle aktuellen Honda-Fahrzeuge können mit einer Bioethanol-Beimischung von maximal 10 Prozent (E10) betankt werden, wie der Hersteller aktuell mitteilt. Auch Fahrzeuge ab Baujahr 1996 sowie alle Honda-Automobile mit Kraftstoffeinspritzung sind für die Verwendung von E10-Kraftstoff geeignet.

Ab Jahreswechsel können Tankstellen zusätzlich zum bisherigen Benzin den neuen Ottokraftstoff E10 im Angebot haben. E steht dabei für Ethanol und die Zahl „10" für den maximal möglichen Grad der Beimischung in Prozent. Die Umstellung auf E10 betrifft die Kraftstoffsorten „Normal" und „Super" (91 und 95 ROZ). Nachdem der Ethanolanteil bislang fünf Prozent betrug, wird die Zwangsbeimischung künftig auf bis zu zehn Prozent verdoppelt. Weiterhin maximal fünf Prozent Bio-Ethanol werden „Super Plus“ beigemengt. Bietet eine Tankstelle E10-Kraftstoffe an, muss auch herkömmlicher E5-Kraftstoff als Super oder Super Plus zur Bestandssicherung erhältlich sein.

Alle aktuellen Honda-Automobile können mit den E10-Kraftstoffen betrieben werden. Gleiches gilt für Automobile der Marke ab 1996er-Baujahr sowie alle Fahrzeuge mit Kraftstoffeinspritzung. Bei Vergaserfahrzeugen wird empfohlen, auf die bisher angebotenen Benzinsorten zurückzugreifen, da E10 zu einer beschleunigten Alterung der Dichtungen führen kann (nähere Infos unter (http://honda.de/content/service/car/service_faq.php).

Vorsicht geboten ist auch beim Tanken im Ausland. Obwohl E10-Kraftstoff EU-weit eingeführt wird, gelten bei diesem Kraftstoff in den einzelnen Ländern unterschiedliche Kraftstoffnormen, sodass der Sprit, anders als in Deutschland, metallhaltige Zusätzen enthalten könnte. Deshalb wird auch von E10-Kraftstoffen im Ausland abgeraten, solange die EU-Norm nicht lückenlos umgesetzt ist.

Gewarnt wird zudem davor, dass E10 lackierte Flächen verstärkt angreifen bzw. beschädigen könnte. Verspritzte oder überschüssige Mengen sind sorgfältig zu entfernen. (Auto-Reporter.NET/br)

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