Idee des Monats verbessert bei VW Umweltbilanz der Lackiererei

21. September 2013


Volkswagen Mitarbeiter Uwe Noack (47) aus Offleben (Landkreis Helmstedt) hat mit einer Verbesserungsidee dafür gesorgt, dass die Karosserien der Volkswagen Modelle Touran und Tiguan kostengünstiger vorbehandelt werden. Auf seine Initiative hin kommt ein Ölabscheider zum Einsatz, durch den das Unternehmen jährlich 55.000 Euro an Material- und Entsorgungskosten spart und die Umweltbilanz in der Lackiererei verbessert. Das Volkswagen Ideenmanagement hat den Vorschlag als Idee des Monats ausgezeichnet. Seit 2002 arbeitet Noack, gelernter Betriebsschlosser, bei Volkswagen, wo er sich zum Industriemeister Metall fortgebildet hat. Sein Verantwortungsbereich ist unter anderem die Vorbehandlungsanlage der Lackiererei, wo die Karosserien als Grundlage für die Lackierung gereinigt und entfettet werden und eine Phosphatbeschichtung erhalten.Regelmäßig werden die Anlagen mit einer Phosphorschwefelsäure gereinigt. Diese wird dabei mit Öl verschmutzt, so dass bisher stets ein großer Teil der Säure entsorgt werden musste. Mit dem von Noack vorgeschlagenen Ölabscheider, oder Ölskimmer, wird nun ein großer Teil des Öls von der Oberfläche des Aufbewahrungsbehälters der Säure abgestreift und entfernt. Das Ergebnis: Ein deutlich kleinerer Teil der teuren Säure muss ausgetauscht werden.„Ich habe beobachtet, dass vergleichbare Lösungen schon in anderen Bereichen des Werks genutzt werden. Darum habe ich mir meine Gedanken gemacht und dann eine Testanlage für die Fahrzeug-Vorbehandlung gebaut", berichtet Noack. Michael Roreger, Leiter Lackiererei in der Fertigung 2, sagt: „Die gute Idee für den Ölabscheider macht sich bezahlt. Wir haben damit die Kosten für das Neuansetzen der Phosphorschwefelsäure deutlich gesenkt. Das verdanken wir dem Fachwissen und dem Engagement von Uwe Noack."Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Volkswagen in Deutschland haben im ersten Halbjahr dieses Jahres 33.397 Verbesserungsideen eingebracht. Das sind zwei Prozent mehr als zur Halbzeit des Vorjahres. Der Automobilhersteller spart dadurch 63,6 Millionen Euro ein – so viel wie noch nie zuvor in einem Halbjahr – und acht Prozent mehr als in den ersten sechs Vorjahresmonaten. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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