Kein Nutzungsausfall für „festsitzenden“ Oldtimer

7. Juni 2012


Der Besitzer eines Oldtimers war unverschuldet in einen Unfall verwickelt worden und musste über einen langen Zeitraum (1 Jahr) repariert werden. Obwohl er einen Zweitwagen besaß, verlangte der Geschädigte für die Zeit der Restaurierung von der Versicherung des Unfallgegners eine Nutzungsausfall-Entschädigung mit der Begründung, das Fahrzeug nicht als reines „Hobby-Fahrzeug“ genutzt beziehungsweise während dieser Zeit das spezielle Oldtimer-Fahrgefühl nicht erlebt zu haben. Das Versicherungsunternehmen lehnte die Vergütung ab und erhielt Recht vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf. Zwar sei der Einsatz des Ersatzwagens mit einem deutlich geringeren Maß an Fahrspaß und Auffälligkeit verbunden gewesen. Mit objektiven Maßstäben könne eine solche subjektiv wahrgenommene Beeinträchtigung nicht beurteilt werden, sodass ein mit der Benutzung des Zweitwagens vermisstes Fahrgefühl eine nicht entschädigungsfähige Beeinträchtigung immaterieller Art darstelle (OLG Düsseldorf, 1 U 50/11). (Auto-Reporter.NET/Wolfgang Büser)

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