Keine Gnade auch bei Cannabis am Steuer

4. Dezember 2012


Ein Mann, der Cannabis (hier: Marihuana) geraucht und sich ans Steuer seines Autos gesetzt hat, muss den Führerschein abgeben, wenn bei ihm festgestellt wird, dass ihm ein „Trennungsvermögen fehlt“, nämlich „die Bereitschaft zum Trennen des Konsums“ von (wenn auch „weichen“) Drogen und der Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr. Das gilt auch für sogenannte weiche Drogen. Im verhandelten Fall hatte der Autofahrer Marihuana konsumiert. Es konnte aber nicht konkret festgestellt werden, ob er wöchentlich oder monatlich „vier- bis fünfmal“ zu den Drogen griff. Er hatte „körperliche Merkmale und Verhaltensauffälligkeiten an den Tag gelegt“, die unabhängig von der festgestellten „THC-Konzentration“ von hier 1,2 ng auf „cannabisbedingt herabgesetzte Fähigkeiten zur Teilnahme am Straßenverkehr schließen ließen“. Festgestellt wurden Veränderungen wie glasige Augen, stark erweiterte Pupillen und Koordinationsprobleme (OVG für das Land Nordrhein-Westfalen, 16 A 2075/11). (Auto-Reporter.NET/W. Büser)
   

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