Kürzester Schulweg ist nicht immer der sicherste

3. August 2017

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In wenigen Tagen enden die Sommerferien in einigen deutschen
Bundesländern. Damit nehmen Schüler wieder verstärkt am
Straßenverkehr teil und müssen den täglichen Weg zur Schule und
zurück meistern. Besonders gefährdet sind Schulkinder, wenn sie zu
Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Der kürzeste Weg muss
nicht zwingend der sicherste sein.

Laut Unfallstatistik verunglücken die meisten Kinder auf dem
Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad. „Autofahrer sollten gerade
jetzt verstärkt auf die wieder am Straßenverkehr teilnehmenden
Kinder und Jugendlichen achten", rät Verkehrsexperte Torsten Hesse
vom TÜV Thüringen. Vor allem die Jüngsten, die den Weg zur Schule
erstmals allein absolvieren, erfordern unsere besondere
Aufmerksamkeit.

Der kürzeste Weg zur Schule entpuppt sich allerdings oftmals
nicht unbedingt als der sicherste, weiß Verkehrsexperte Hesse.
Gerade das Überqueren von verkehrsreichen Straßen und Kreuzungen
stellt für die jüngsten Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung
dar. Hier sollten immer Fußgängerüberwege bzw. Ampeln genutzt
werden. In jedem Fall sollte der Schulweg so gewählt werden, dass
das Überqueren von Straßen nur in gut einsehbaren Bereichen
geschieht. Zwischen parkenden Autos oder hinter Müllcontainern die
Straße zu passieren, kann für die Schulkinder zur Gefahr werden.
Aufgrund ihrer kleineren Silhouette werden sie von Autofahrern
schlechter wahrgenommen.

Eltern sollten die letzten freien Tage dazu nutzen, den Weg zur
Schule und zurück mit ihren Sprösslingen zu üben. Das funktioniert
am besten zu den Zeiten, an denen die Kinder auch ihren Schulweg
bewältigen müssen. „Dabei ist es gerade für Erstklässler
wichtig, dass ihnen die direkten Gefahren im Straßenverkehr genau
erklärt werden und auf kritische Gefahrenstellen des Schulwegs
besonders hingewiesen wird", rät Torsten Hesse. Auf keinen Fall
kommt es auf eine Rekordzeit, sondern vielmehr auf den sichersten Weg
an: „Ein kleiner Umweg erweist sich manchmal als weniger
gefährlich. Nach der letzten Stunde möchten Schulkinder möglichst
schnell nach Hause. Sie denken auf dem Heimweg nicht darüber nach,
ob sie von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden.
Leichtsinnsunfälle beim Überqueren der Straße häufen sich
besonders in den frühen Nachmittagsstunden. Autofahrern sollten
daher immer darauf gefasst sein, dass ein Kind unverhofft die Straße
überquert."

Viele Schüler sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.
Auch hier lauern Gefahren, vor allem beim Ein- und Aussteigen. Das
Benutzen von Bussen und Bahnen sollte speziell Erstklässlern nicht
gleich allein zugemutet werden.

Schulkinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, sollten den
Weg ganz genau geübt haben und sicher mit ihrem Fahrrad umgehen
können. Ein verkehrssicheres Radl und ein Fahrradhelm sind
hoffentlich für Kind und Eltern selbstverständlich.
(dpp-AutoReporter/wpr)

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