Lanxess: Karosserieteile um ein Drittel leichter

5. April 2014

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Um den Kraftstoffverbrauch von Neuwagen weiter zu senken, rät der Kölner Kautschuk- und Kunststoffhersteller Lanxess dazu, Karosserieteile aus Stahl durch leichtere Kunststoffe und Mischbauteile aus Metall und Kunststoff zu ersetzen. Solche Bauteile könnten bis zu 30 Prozent leichter werden, sagte Lanxess-Entwicklungschef Werner Breuers im Gespräch mit der Zeitschrift auto motor und sport. „Wir müssen weiter Gewicht aus dem Fahrzeug nehmen", betont Breuers.

„Wenn wir die anvisierte CO2-Reduzierung auch nur annähernd erreichen wollen, müssen wir den Leichtbau in die Großserie bringen." Dabei spielten Hightech-Kunststoffe eine entscheidende Rolle, durch die man die notwendigen Gewichtseinsparungen „wirtschaftlich schon beim Kleinwagen erreichen" könne.

„Dabei haben bestimmte Bauteile ein Drittel weniger Gewicht", so der Entwicklungschef, teilweise sogar noch mehr. „Hybrid-Frontends aus Verbindungen von Kunststoff und Metall sparen je nach Fahrzeug bis zu 40 Prozent Gewicht gegenüber reinen Metall-Frontends." In vielen Fällen sei die Kombination verschiedener Werkstoffe schon heute möglich ohne Einbußen bei der Sicherheit.

Auch Reifen spielten eine große Rolle, um die Verbräuche auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer zu senken. „Schon heute kann man über alle Fahrzeugklassen hinweg den Spritverbrauch in der Erstausstattung alleine durch „grüne" Reifen um bis zu sieben Prozent senken." Noch ehrgeiziger sind die Ziele für die Zukunft. „Für die kommenden 25 bis 30 Jahre strebt die Reifenindustrie mithilfe der Kautschukhersteller eine Halbierung des Rollwiderstands an - das heißt eine Kraftstoffeinsparung um gut zehn Prozent." (dpp-AutoReporter)

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