Lebensgefahr durch Wespenstiche

23. August 2013


Ein Pflaumenkuchen im Garten, ein Eis auf dem Marktplatz oder ein erfrischendes Getränk im Biergarten – kaum ein Ort, an dem man derzeit nicht von Wespen geplagt wird. Gerade jetzt im Spätsommer brummt und summt es wieder allerorts. Stechen die Plagegeister zu, bleibt es in den meisten Fällen bei einem schmerzhaften Stich. Wer aber allergisch auf Wespen reagiert, für den kann es gefährlich werden.Beim so genannten anaphylaktischen Schock kann der Kreislauf innerhalb weniger Minuten komplett zusammenbrechen. Ist eine Allergie bekannt oder klagt der Gestochene plötzlich über starke Übelkeit, Atemnot oder Herzbeschwerden, gilt es, über 112 den Notruf abzusetzen! „Wenn der Betroffene noch bei Bewusstsein ist, sollten ihn Ersthelfer in die Schocklage bringen, also die Beine erhöht lagern, damit der Kreislauf stabil bleibt“, erläutert Christoph Lind, Rettungsassistent der DRF Luftrettung.Eine schnelle ärztliche Versorgung ist auch bei Wespenstichen im Hals- oder Rachenraum unverzichtbar: Durch das Zuschwellen der Atemwege kann Lebensgefahr bestehen. Ersthelfer sollten daher nicht nur den Notruf absetzen, sondern dem Gestochenen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Eis oder Eiswürfel zu lutschen geben. Wichtig ist außerdem, den Patienten zu beruhigen, denn Aufregung verschlimmert die Luftnot.DRF Luftrettung: Verhaltensregeln und Tipps bei Stichen- Bewahren Sie Ruhe! Hektische Bewegungen machen die Tiere meist noch aggressiver.- Meiden Sie stark duftende Parfums oder Haarsprays. Wespen werden dadurch besonders angelockt.- Trinken Sie nicht direkt aus einer Flasche! Benutzen Sie am besten einen Strohhalm.- Laufen Sie nicht barfuß über eine Wiese! Wespen suchen dort nach Nahrung.- Kommt es zu einem Stich, muss die Stelle sofort mit Eis gekühlt werden. Dies lindert den Schmerz und verhindert ein Ausbreiten des Giftes in den Körper.In diesem Jahr feiert die DRF Luftrettung ihr 40-jähriges Jubiläum: 1973 erfolgte in Stuttgart der erste Einsatz eines rot-weißen Rettungshubschraubers. Vier Jahrzehnte später kommen an 31 Stationen in Deutschland, Österreich und Dänemark Hubschrauber der DRF Luftrettung zum Einsatz; acht davon rund um die Uhr. Allein im Jahr 2012 starteten die Besatzungen der DRF Luftrettung zu 38.748 Einsätzen. (Auto-Reporter.NET)

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment

Previous post:

Next post: